Biographische Angaben

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Die folgenden Biographien erheben nicht den Anspruch, umfassend zu sein. Sie wollen im Wesentlichen den Beitrag der jeweiligen Person zur Entwicklung der hier betrachteten militärischen Fach- und Wissenschafts-Gebiete darstellen. Darüber hinausgehende Angaben sind oft zufällig angefallen oder sollen sonst unbekannten Personen zu etwas mehr Profil verhelfen.

Viele weitere Namen und Gruppenfotos finden sich in den folgenden Personalübersichten, Übersichten zur organisatorischen Entwicklung und Organigrammen:

Einige der Herren kannten sich schon, bevor der Fachdienst sie hier zusammenführte. Ihren Verbindungen wird nachgegangen in einer Art

Aschenbrenner, Claudius

Aschenbrenner 1931 auf der Polarfahrt des LZ 127 -- zur Veröffentlichung freigegeben von +ullstein bild+Dr.-Ing. Claudius (auch Claus, engl. auch Claus M.) Aschenbrenner (geb. 21.03.1894, mindestens 80 J. alt geworden Moock 1974) war einer der Pioniere der Photogrammetrie und galt später als international anerkannter Experte für Luftbildkammern und Entzerrungsgeräte so in Robert Rennie Shannon, Roland Shack, James E. Harvey, R. Brian Hooker: Legends in applied optics. 2005 S. 13.

Militärdienst und Erster Weltkrieg

Am 01.10.1913 trat er als Einjährig-Freiwilliger in das Königlich Bayerische Telegraphen-Bataillon II in München ein. Am 01.07.1914 wurde er zum überzähligen Unteroffizier befördert. Noch vor Ende seiner Dienstzeit brach der Erste Weltkrieg aus, den er bei verschiedenen Formationen der Funkertruppe mitmachte. Dabei war er vom Sommer 1916 bis Ende 1917 mit einer tragbaren Funkstation der Feldfliegerabteilung 300 in Palästina zugeteilt, die unter der Führung des Hauptmanns Hellmuth Felmy stand. Am Ende des Krieges wurde er bei Konstantinopel interniert und am 07.04.1919 aus dem Heer entlassen.

Studium und Photogrammetrie GmbH

Von Juni 1919 bis Oktober 1922 studierte er an der Technischen Hochschule München Bauingenieurwesen und erhielt dort durch Otto von Gruber Moock 1974 eine Spezialausbildung in Photogrammetrie. Am 04.11.1922 wurde er Diplom-Ingenieur.

Vom 01.11.1922 bis 30.04.1925 war er Photogrammeter-Ingenieur beim Konsortium Luftbild GmbH - Stereographik GmbH, später Photogrammetrie GmbH in München. Ende 1924 nahm er an einer Expedition in die Türkei teil, um eine Kupfermine in Arghana-Maden zu erschließen; vom 01.05.1925 bis 15.08.1926 war er Leiter des Vermessungsdienstes der dortigen Kupferminengesellschaft. Am 01.09.1926 trat er wieder in das Konsortium ein und übernahm später dessen technische Leitung, die er mindestens bis zum 16.10.1935 innehatte. Dort waren seine Aufgaben die theoretische Entwicklung und praktische Umsetzung der Methoden der Luftbildmessung und die Entwicklung und Konstruktion von Spezialgeräten für die Luftbildmessung und -auswertung. Solche Geräte waren z.B. 1924 das erste Entzerrungsgerät mit automatischer (mechanischer) Fluchtpunktsteuerung und 1934 eine Aufnahmekammer und ein Betrachtungsgerät für Mehrfarben-Luftaufnahmen, die damals noch aus je drei farbgetrennten Bildern (für den roten, grünen und blauen Anteil des Lichts) bestanden gute Quelle finden und angeben!. Für seine Entwicklungen erhielt Aschenbrenner mehrere – auch US-amerikanische – Patente.

Während dieser Zeit wurde er Ende 1930 an der Technischen Hochschule aufgrund einer Dissertation "Über weitwinklige Luftphotogrammetrie" mit Auszeichnung zum Doktor der technischen Wissenschaften (Dr.-Ing.) promoviert.

Aschenbrenner (links) 1931 auf der Polarfahrt des LZ 127 -- zur Veröffentlichung freigegeben von +ullstein bild+1931 nahm er an der Arktisfahrt des Luftschiffs LZ-127 "Graf Zeppelin" teil. Aschenbrenner bei der Bedienung seiner Kamera 1931 auf der Polarfahrt des LZ 127 -- zur Veröffentlichung freigegeben von +ullstein bild+Hierbei wurde die von ihm 1927 entwickelte 9-linsige Panoramenkammer in zwei Exemplaren eingesetzt. Ebenso setzte allerdings Zeiß-Aerotopograph, deren Geschäftsführer Ernst Drechsel war, zwei Aufnahmekammern ein Hinweis in: Erdkundliches Wissen, Ausgaben 12-15. Verlag des Amtes für Landeskunde, 1966, S. 6, gefunden bei Google Bücher am 27.01.2011, deren photogrammetrisches Beobachtungsmaterial durch Otto von Gruber ausgewertet wurde Otto von Gruber: Über die photogrammetrische Ausrüstung des "Graf Zeppelin" auf der Arktisfahrt 1931 und die Auswertungsmethoden für das gewonnene photogrammetrische Beobachtungsmaterial. In: Zeiß-Aerotopograph-Druckschrift ZA2, Jena 1931. Gekürzt in: Bildmessung und Luftbildwesen Jg. 6 (1931) S. 146-154. Ähnliche Veröffentlichung im Ergänzungsheft Nr. 216 zu Petermanns Mitteilungen. Hinweise in Google Bücher, Google Bücher und Google Bücher. Unklar bleibt, ob von Gruber auch Aschenbrenners Aufnahmen ausgewertet hat.

Im Oktober 1934 wurde Aschenbrenner in die 1933 entstandene Vereinigung für Luftfahrtforschung (VFL) berufen.

Luftwaffe

Vom 01.11.-21.12.1935 absolvierte Aschenbrenner den A-Beobachterlehrgang (an der Beobachterschule) in Braunschweig. 1936 wurde er zunächst außertariflicher Angestellter bei der Hauptbildstelle, die zur Fliegerinspektion 1 (Fl.In.1) gehörte. Er war dort wissenschaftlicher Referent für Geräte- und Verfahrensentwicklungen. Moock 1974 Später wann? wurde er in das neu geschaffene Ingenieurkorps der Luftwaffe übernommen und erhielt den Dienstgrad eines Fliegerstabsingenieurs entsprach einem Major.

Am 08.05.1936 wird er zum Leutnant d.R. a.D. ernannt; man bescheinigt ihm dabei die Eignung zum Oberleutnant (E) und zum aktiven Offizier. Später wann? wird er zum Oberleutnant d.R. mit Rangdienstalter vom 01.03.1924 befördert wenn ich mein Exzerpt aus der Karteikarte richtig interpretiere.

Am 01.08.1937 wurde er Fliegeroberstabsingenieur entsprach einem Oberstleutnant. Am 15.06.1939 war er als xxxxxxxxxxxx in der Gruppe II Vermessungsluftbild so bei Häusler) der Abteilung Luftbildwesen unter Schimpf tätig Völker 1967 S. 306.

Zum 01.01.1943 wurde Aschenbrenner zum Oberstingenieur befördert. Quelle???

Im Rahmen seiner Tätigkeit in der 7.Abt. unterstanden ihm die SOBIA und die Luftbildstaffel 1 sowie die Versuchsstelle für Großflächenbildflug. Datum und Details noch zu klären

USA

Nach dem Krieg kam Aschenbrenner im Zuge der Operation Paperclip in die USA, und zwar finden wir ihn am Boston University Optical Research Laboratory American Association for the Advancement of Science: Summarized proceedings and a directory of members, 1950, S. 1231, bei Google Bücher und als Itek Senior Scientist Robert Rennie Shannon, Roland Shack, James E. Harvey, R. Brian Hooker: Legends in applied optics. 2005 S. 13, bei Google Bücher. Itek war eine auf Kamerassysteme für Spionagesatelliten, insbesondere Keyhole, spezialisierte Firma, s. Artikel in der engl. Wikipedia (bzw. Senior Scientific Advisor der Itek Corporation, Lexington, Mass. BuL H. 1/1966 S. 38) wieder, wo er u.a. das Entzerrungsgerät für die Aufnahmen der Keyhole-Satelliten entwarf. Er arbeitete dabei auch mit alten Bekannten zusammen; so erwarb er 1948 zusammen mit Ulrich K. Heidelauf, H. R. Mestwerdt und B. K. Wernicke für die Kodak Research Laboratories ein Patent für eine sich automatisch horizontierende Kameraaufhängung Eastman Kodak Company Research Laboratories: Monthly abstract bulletin from the Kodak Research Laboratories, Band 36-37, bei Google Bücher. Er ging am 01.09.1965 im 72. Lebensjahr in den Ruhestand BuL H. 1/1966 S. 38. Sein Todestag ist mir unbekannt.

Literatur

Quellen: BA-ZNS Akte 713, BA-ZNS Akte 58795

Dissertation:

Über weitwinkelige Luftphotogrammetrie. Technische Hochschule München 1931

Veröffentlichungen Dazu kommen noch etliche Veröffentlichungen nach dem Zweiten Weltkrieg.:

Über die Berücksichtigung von Erdkrümmung und Refraktion bei der mechanischen Auswertung von Stereophotogrammen. In: ZfI Jg. 45 (1925) S. 203-207

Über ein neues halbautomatisches Entzerrungsgerät. In: ZfI Jg. 45 (1925) S. 333-353

Über Nadirpunktstriangulation. In: Mitteilungen aus dem Arbeitsgebiet des Konsortiums Luftbild GmbH - Stereographik GmbH, Jg. II Nr. 5, München 1926

Über die Verwendung von Entzerrungsgeräten zur kartographischen Darstellung von geneigtem Gelände aus Flugzeugaufnahmen. In: ZfI Jg. 47 (1927) S. 568-579 (Verlag Julius Springer, Berlin)

Neue Geräte und Methoden für die photogrammetrische Erschließung unerforschter Gebiete. In: BuL Jg. 1929 Nr. 1 S. 30-38

Bericht über die Durchführung und die Ergebnisse einer Bildtriangulierung mit den neuen Geräten der Photogrammetrie GmbH. In: BuL Jg. 1929 S. 161-176 (Nr. 4)

Photogrammetrische Arbeiten bei der Arktis-Expedition des "Graf Zeppelin". In: Schweizerische Zeitschrift für Vermessungswesen 1931 S. 287-290

Die Panoramenkammer von Dr.-Ing. C. Aschenbrenner/Photogrammetrie GmbH München und ihre Verwendung für die luftphotogrammetrische Vermessung. In: Schweizerische Zeitschrift für Vermessungswesen 1933 S. 55-69 und 84-90

Der Einfluss der atmosphärischen Strahlenbrechung in der Luftbildmessung. In: BuL Jg. 1937 S. 2-10

Photographie und Kinotechnik bei der Luftfahrt und Luftwaffe (Buch oder Vortrag? 1938) Hinweis in: Zeitschrift für wissenschaftliche Photographie, Photophysik und Photochemie, Band 37, 1938, bei Google Bücher

(mit Richard Schimpf) Untersuchungen über die spektrale Zusammensetzung der bei Luftaufnahmen wirksamen Strahlung. In: Zeitschrift für angewandte Photographie, Jg. 2 (1940) S. 41

Photogrammetrische Arbeiten bei der Arktis-Expedition des "Graf Zeppelin". In: Schweizerische Zeitschrift für Vermessungswesen Jg. 1931 S. 287-290

Die Lichtverteilung in Luftbildern. In: BuL Jg. XVI S. 5-19 (1941 Nr. 1)

Bericht über die von Dipl.-Ing. Aschenbrenner in München bei der Gruppe "Süddeutschland" gehaltenen Vorträge. In: BuL Jg. ??? (zw. 1926 und 1929)

Probleme und Erfolge der Luftbildtechnik beim Kriegseinsatz usw. (ca. 1942)

Patente gemäß US Patent Collection und Google-Patent-Suche; der Name ist z.T. falsch geschrieben, z.B. Clatts Aschenbrenner:

MULTIPLE CHAMBER FOR TAKING PHOTOGRAPHS FROM AEROPLANES, US.PAT.Nr. 1,797,849 ausgegeben 24.03.1931

MECHANISM OF FILM PROPULSION, US.PAT.Nr. 1,879,866 ausgegeben 27.09.1932

CORRECTION FOR DISTORTION [OF] THE COMPONENT PICTURES PRODUCED FROM DIFFERENT PHOTOGRAPHIC REGISTERING DEVICES, US.PAT.Nr. 1,906,509 ausgegeben 02.05.1933

GYRO-STABILIZED AERIAL CAMERA (mit Ulrich Heidelauf u.a.), US.PAT.Nr. 2,523,267 ausgegeben 09/1950

OPTICAL SYSTEM FOR AERIAL CAMERA, US.PAT.Nr. 3,364,830 ausgegeben 01/1968

LASER DATA RECORDER, US.PAT.Nr. 3,438,050 ausgegeben 04/1969

Blumensaat, Hans

Blumensaat nach dem Abschuss am 07.05.1917 -- zur Veröffentlichung überlassen von seiner Tochter Barbara +Oberdörfer+Hans Blumensaat (29.04.1897 - 26.01.1985 Mitt. Barbara Oberdörfer vom 12.11.2010) trat am 10.06.1915, also während des Ersten Weltkriegs, als Fahnenjunker beim Fußartillerieregiment 2 ein und wurde am 03.12.1915 zur 8. Batterie des Reserve-Fußartillerieregiments 2 versetzt, wo er an der Feldkanone F.K. 96 Wikipedia; im Soldbuch Blumensaat steht irrtümlich "s.F.K.", also schwere Feldkanone und an der schweren Feldhaubitze s.F.H. 13/15 Wikipedia; die "15" bezieht sich wohl auf das Kaliber 15 cm ausgebildet wurde. Am 17.04.1916 wurde er zum Leutnant befördert. Am 15.07.1916 erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse. Später kam er zur Luftschiffertruppe und wurde zu verschiedenen Einheiten kommandiert, am 18.08.1916 zur Feldluftschifferabteilung (FLA) 36 - wahrscheinlich zwecks Ausbildung zum Ballonbeobachter -, am 09.01.1917 zur FLA 7 und zum Ballonzug (BZ) 90, am 02.04.1917 zur FLA 7 (Ballonzentrale) und am 29.04.1917 zum BZ 110 (zugehörig zur FLA 43).

Blumensaat wird am 07.05.1917 bei Henin-Liétard an der Arrasfront abgeschossen. Rechts unten neben dem verbrennenden Ballon ist ein Mann am Fallschirm zu erkennen (Klicken für größeres Bild) -- zur Veröffentlichung überlassen von seiner Tochter Barbara +Oberdörfer+07.05.1917 Fw Kaiser und L Blumensaat (Bz 110, FLa 43, Arrasfront) gleich nach dem Absprung, mit dem Rest des Ballons, dem Ventil (klicken für Gesamtbild) -- zur Veröffentlichung überlassen von seiner Tochter Barbara +Oberdörfer+Am 07.05.1917 wurden Blumensaat und sein Feldwebel Kaiser an der Arras-Front bei Henin-Liétard abgeschossen. Sie konnten mit dem Fallschirm abspringen, während ihr Ballon zu Asche verbrannte. Nur das Ventil blieb übrig.

Am 08.08.1917 wurde er endgültig zum BZ 110 versetzt (wobei er am 31.08.1917 das Eiserne Kreuz I. Klasse erhielt), am 25.10.1917 zum BZ 16; am 14.01.1918 wurde er zur Inspektion der Luftstreitkräfte (Iluft) überwiesen, am 25.01.1918 zur Luftschiffer-Ersatzabteilung (Lea) 1 versetzt, aber zur Iluft kommandiert, am 04.04.1918 zum Stab der Iluft versetzt, am 01.09.1918 wieder zurückversetzt zur Lea 1 (wo ihm am 30.09.1918 das Verwundetenabzeichen angeheftet wurde), am 05.05.1919 zu seinem alten Fußartillerieregiment 2 versetzt und am 31.03.1920 aus dem Heeresdienst entlassen, offenbar gem. Ernennungsurkunde zum Hauptmann (E) in Sammlung Blumensaat unter Verleihung des Charakters als Oberleutnant a.D.

Zwischenzeitlich betätigte er sich als Schriftleiter beim Grieben-Verlag in Berlin. Mitt. Barbara Oberdörfer vom 12.11.2010 Am 27.11.1935 erhielt er das Frontkämpferkreuz.

Hans Blumensaat als Hauptmann -- aus <u>Soldbuch Blumensaat</u>, zur Veröffentlichung überlassen von seiner Tochter Barbara +Oberdörfer+Am 28.12.1935 wurde Blumensaat in das RLM, Führungsabteilung (LA I) wiedereingestellt und mit Wirkung vom 01.05.1936 zum Hauptmann (E) ernannt. Ab 01.10.1937 gehörte er zur (neu gebildeten??) 5. Abteilung des Generalstabs der Luftwaffe (Genst.d.Lw. 5.Abtlg.), auch als Luftwaffenführungsstab Ic "Fremde Luftmächte" bezeichnet. Im Soldbuch Blumensaat stand zuerst "01.10.1936". was aber durch Generalmajor Drechsel gestrichen und durch den zusätzlichen Eintrag "01.10.1936-30.09.1937 Genst Kart" ersetzt wurde. Ob es wirklich die Berichtigung eines Fehlers war oder vielleicht dazu dienen sollte, Blumensaat durch eine fachbezogene Vorverwendung als Nachfolger zu qualifizieren, kann nicht ohne weitere Recherche geklärt werden. Am 01.06.1939 wurde er zum Major befördert.

Vom 03.07.1940 bis zum 22.02.1942 war er in Frankreich eingesetzt als Leiter der Sonderdienststelle Genst. 5. Abt. beim General der Luftwaffe Paris und wurde schon am 10.07.1940 mit der Spange zum EK II ausgezeichnet. Am 01.09.1941 wurde er zu den Truppenoffizieren überführt d.h. Wegfall des Status Ergänzungsoffizier und des "(E)" hinter dem Dienstgrad und am 01.03.1942 – wieder in Berlin – zum Oberstleutnant befördert. Am 01.09.1942 mit dem Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet, war er ab 15.09.1942 Gruppenleiter II (Ländergruppe West Boog S. 249 (Fußnote 229) in der 5. Abt, zugehörig zur 2. Staffel gem. BA-ZNS Karteikarte 3432; die 1. Staffel des Generalstabs bildete das bewegliche Hauptquartier "Robinson", die 2. Staffel "Kurfürst" war ortsfest in Wildpark-Werder bei Potsdam stationiert bzw. in den Friedensunterkünften in Berlin verblieben..

Blumensaat trat mit 01.08.1943 als designierter Abt.-Chef zur 7. Abt. über, wurde am 01.03.1944 zum Oberst Die BA-ZNS Karteikarte 3432 kann dahin gehend interpretiert werden, dass er doch noch Ergänzungsoffizier war. befördert und am 15.06.1944 wenn der Datumszusatz so gemeint ist offiziell Abteilungs-Chef der 7. Abteilung als Nachfolger von Drechsel. BA-ZNS Karteikarte 3432 Da Drechsel die Führung der Abteilung aber schon am 31.10.1943 abgegeben hatte, war Blumensaat wohl in der Zwischenzeit "mit der Führung beauftragt" vergleichbar einem "kommissarischen Leiter".

Nach dem Krieg arbeitete er in der Organisation Gehlen und im daraus hervorgegangenen Bundesnachrichtendienst und trat am 30.04.1962 als Oberregierungsrat in den Ruhestand. Entlassungsurkunde in Sammlung Blumensaat

Quelle: Soldbuch Blumensaat

Bobek, Hans

Geograph Univ.-Prof. Dr. Hans Bobek (1903-1990) war bis 1944 Kriegsverwaltungsrat beim OKH, anschl. als Unteroffizier bei der Forschungsstaffel z.b.V. tätig. Dort war er als Kartenoffizier verantwortlich für die Überwachung der Einheitlichkeit der Kartenproduktion und ihre methodische Weiterentwicklung.

Quelle: Häusler S. 196 und ____

Boehm, Erwin

Geograph und Panzergrenadier-Hauptmann Dr. Erwin Boehm (1913-2002) hat 1938 promoviert. Ab April 1944 war er militärischer und wissenschaftlicher Leiter des Forschungskommandos Süd der Forschungsstaffel z.b.V. und zugleich Leiter verschiedener unterstellter Einsatzgruppen.

Von 1950 bis 1973 war Boehm u.a. Bearbeiter des erdkundlichen Unterrichtswerks "Länder und Völker" (Klett) Deutsche Nationalbibliothek, aufgerufen am 21.10.2010).

Quelle: Häusler S. 96

Boelcke, Siegfried

Kriegsvermessungschef Major i.G. Siegfried Boelcke -- aus +Albrecht 1969+ S. 1Siegfried Boelcke (28.11.1876 - 19.03.1930) trat am 13.05.1895 in das 1. Westpreußische Fußartillerieregiment Nr. 11 ein. Nach mehreren Kommandierungen (1898-1899 zur Artillerie- und Ingenieurschule, 1901-1904 zur Artillerie-Prüfungskommission, 1905-1907 zur Kriegsakademie und 1908-1909 zum Großen Generalstab) wurde er am 22.03.1910 Hauptmann i.G. 1911-1912 arbeitete er bei der Preußischen Landesaufnahme und kam so erstmals in nähere Berührung mit dem Karten- und Vermessungswesen. Es folgte eine Verwendung im Generalstab des VIII. Armeekorps in Koblenz. 1914 wurde er Chef der 4. Batterie des 2. Pommerschen Fußartillerieregiments Nr. 16, mit der er am 01.08.1914 in den Ersten Weltkrieg zog.

Am 22.03.1915 zum Major befördert, wurde er am 04.07.1915 gem. Albrecht 1969 S. 16 am 19.07. als Chef des Kriegsvermessungswesens (Kriegsvermessungschef - KVC) und dem Chef des Generalstabes des Feldheeres unmittelbar unterstellt. Diese Funktion bekleidete er bis zum Kriegsende; 1919 wurde er mit dem Charakter als Oberstleutnant zur Disposition gestellt.

In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete er bei zahlreichen Zeitschriften mit, insbesondere "Technik und Wehrmacht" und "Wehr und Waffen". Ab 01.04.1929 war er Schriftleiter der "Mitteilungen des Reichsamts für Landesaufnahme".

Quelle: Albrecht 1969 S. 70

Veröffentlichungen (Auswahl gem. Jäger 2007):

Luftbildverwendung und Photogrammetrie im Kriege. BuL, Beiheft der AVN, 1927/1 S. 27-31

Das Kartenwesen. In: M. Schwarte (Hrsg.): Weltkampf um Ehre und Recht, Band "Die Organisation der Kriegführung, Erster Teil". Leipzig 1921 S. 443-474

Geländevermessung, Bodenbewertung und Kartenherstellung. In: M. Schwarte (Hrsg.): Kriegstechnik der Gegenwart. Berlin 1927 S. 343-356

Bölke, Hans-Jörg

Oberstlt Bölke Juni 2006 -- Veröffentlichungsgenehmigung siehe +Bölke VG+Hans-Jörg Bölke (geb. 07.10.1946) war Jagdbomberpilot auf FIAT G-91 und ALPHA JET, Fluglehrer, Section Commander bei einer Luftwaffenausbildungsstaffel in den USA, Flugsicherheits­stabsoffizier beim General Flugsicherheit in der Bundeswehr und schließlich als Oberstleutnant und Nachfolger von Oberstleutnant Willert vom 01.10.1993 bis 30.06.2002 Stabsoffizier Militärisches Geowesen (in) der Luftwaffe (StOffzMilGeoLw) Im Juli 1996 änderte OTL Bölke die Bezeichnung und ließ das Wort "in" fallen. und Dezernatsleiter MilGeoLw im LwA.

Auf Grund der Auflösung dieses Dezernats wechselte er anschließend in das AMilGeo (ab 2003 AGeoBw), wo er nach dem Muster der Luftwaffe die zentrale Kartenversorgung der Bundeswehr aufbaute. 2005 wurde er pensioniert.

Quelle: Quelle über Bölke sind hauptsächlich seine Mitt. an den Verfasser und die Erlebnisse des Verfassers während der langjährigen gemeinsamen Dienstzeit im Dezernat MilGeoLw.

Brandstätter, Leonhard

Dr. Brandstätter (Jahr unbekannt) -- Veröffentlichungsgenehmigung siehe +DAV+Dipl.-Ing. Dr. Leonhard Brandstätter (geb. 06.11.1906, über 105 Jahre alt Zeitungsartikel mit Foto als 105-jährigem, abgerufen am 08.03.2012) schloss 1929 das Studium der Architektur erfolgreich ab, wandte sich aber der Kartographie zu. Er hatte bereits von seinem Vater die diesem unliebsame Aufgabe übernommen, die nach dem Ersten Weltkrieg benötigten Schulwandkarten des österreichischen Bundeslandes Kärnten in seinen neuen Grenzen zu entwerfen; die erste dieser Karten erschien 1924. 1929 erhielt er eine Stelle beim kartographischen Verlag Freytag & Berndt und entwickelte dort eine Methode zur Felsdarstellung unter Benutzung exakter (photogrammetrisch gewonnener) Höhenlinien. Daneben erlernte er das damals übliche Vervielfältigungsverfahren, die Lithographie.

1938, wohl nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, trat Brandstätter in das Reichsamt für Landesaufnahme ein.

Im Zweiten Weltkrieg diente Brandstätter als Soldat, bis er im Dienstgrad Unteroffizier als Kartograph und Topograph zum Forschungskommando Süd der Forschungsstaffel z.b.V. kam. Nach dem Krieg war er bis 1947 in Kriegsgefangenschaft.

Anschließend arbeitete Brandstätter freiberuflich. 1955 erwarb er mit der Darstellung seiner Methode den Grad eines Doktors der Technischen Wissenschaften. Von 1973 bis 1975 hielt er eine Reihe von Kursen über Topographische Kartographie an der Technischen Universität Graz für Studenten der Geodäsie. Die Technische Universität Graz und die Universität Graz widmeten ihm zum 102. Geburtstag in Anerkennung seiner Verdienste um die Hochgebirgskartographie die Veröffentlichung über das 9. Internationale Hochgebirgsfernerkundungskartographie-Symposium. Dipl.-Ing. Dr.techn. Leonhard Brandstätter zum 102. Geburtstag, abgerufen am 08.03.2012 Inzwischen wird er als Pariarch der österreichischen Alpenkartographie verehrt.

Quellen: Häusler S. __; Gerhard Brandstätter: About Life and Work of a Patriarch of Austrian Alpine Cartography. In: Grazer Schriften der Geographie und Raumforschung Band 43/2007 S. 159-166, abgerufen am 08.03.2012

Dissertation:

Exact Contour Lines and Topographical Terrain Representation. Vienna Institute of Technology, Department of Geodesy, 1955

Veröffentlichungen: 16 Publikationen, darunter

Gebirgskartographie. In: Band II der Enzyklopädie der Kartographie, Österr. Akadamie der Wissenschaften. Franz Deuticke, Wien, 1983.

Brucklacher, Walter

Leutnant (Ing.) Dipl.-Ing. Otto Schönstein: Das Raumbild, 1. Jahrgang, Heft 1 vom 15.01.1935, online abgerufen am 15.09.2010 Walter A. Brucklacher (25.02.1910-1995 BuL 4/70 S. 260 war seit 1932 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Firma Zeiss-Aerotopograph GmbH. Im Krieg führte er das Kommando Bildoffizier der Forschungsstaffel z.b.V.. Dies beinhaltete die Durchführung von Bildflügen (mit der Flugbereitschaft, s. Frowein), die Erprobung von Luftbild-Hilfsgeräten und die Schulung des wiss. Personals in stereoskopischer Luftbildauswertung.

Ab Ende Juni 1945 – unmittelbar nach der Rückkehr vom Militär – kehrte Brucklacher als wissenschaftlicher Mitarbeiter in die Firma Zeiss-Aerotopograph zurück, wo er dann als Chefingenieur Report of the Second UN Regional Cartographic Conference for Asia and the FarEast, 1958, abgerufen am 15.09.2010 für die Technische Abteilung tätig war, wobei er sich zunächst den Reihenmesskammern (RMK) und später auch den terrestrischen Messkammern zuwandte; zugleich fungierte er als Verbindungsbüro zur Bildmessabteilung der Firma Carl Zeiss.

Quelle: Häusler S. __, Dierk Hobbie: Die Entwicklung photogrammetrischer Verfahren und Instrumente bei Carl Zeiss in Oberkochen. DGK Reihe E Heft Nr. 30, München 2010; gefunden auf der Website der ISPRS, abgerufen am 14.09.2010)

Dissertation:

Beitrag zur Planung, Vorbereitung und Durchführung photogrammetrischer Bildflüge, München 1957 gefunden auf der Website der Deutschen Geodätischen Kommission, abgerufen am 15.09.2010

Veröffentlichungen:

Zur räumlichen Aerotriangulation von Bildstreifen. In Reihe: Beiträge zur numerischen Photogrammetrie. Verlag der bayerischen Akademie, München 1959

Busch, Hans

ORVR Dr. Busch 1942 im RLM -- Ausschnitt aus einem Gruppenfoto aus der +Sammlung Hänschen+Dr.-Ing. Hans Busch Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit Dr. Hans Busch, preußischer Ministerialbeamter, später Beigeordneter der Stadt Köln; Dr. Hans Busch, Professor der Medizin; Dr. Hans Busch, Professor der Physik; Dr. Hans Busch, Professor der Rechte; Hans Busch, Landeskundler (Soziologe?) in Hessen? Hans Busch, Musikwissenschaftler (02.04.1907 - 21.02.2005) war 2 Jahre Vermessungsrat in Düsseldorf gewesen, als er 1935, spätestens Frühjahr 1936 durch das Preußische Finanzministerium zum ersten Aufbau einer Vermessungsstelle an das Luftgaukommando Königsberg abgeordnet wurde. Die Dienstleistung erfolgte in Zivil, die Unterstellung erfolgte zunächst unmittelbar unter den Kommandeur.

Ende 1936 wurde er ins RLM versetzt, dann kurz zum Luftgaukommando München abgeordnet und später für ein halbes Jahr nach Österreich, wo es ihm gelang, Unregelmäßigkeiten in der Abrechnung von Flugplatzarbeiten durch Überprüfung der Nivellementsberechnungen nachzuweisen.

Ende 1937 wurde Busch – gegen den Widerstand des im Preußischen Finanzministerium zuständigen Ministerialrats War er damals schon MinR? Er wurde es spätestens 1954. Kurandt – in die Luftwaffe übernommen Der Reichsminister der Luftfahrt, Hermann Göring, war schließlich zugleich preußischer Ministerpräsident und damit beiderseits maßgeblich!. Er und seine Kollegen wurden Wehmachtbeamte und nicht etwa, wie zu erwarten gewesen wäre, Angehörige des Ingenieurkorps der Luftwaffe.

Busch wurde als Oberregierungs­vermessungsrat Nachfolger von Dimke und damit zweiter und letzter Leiter der Luftwaffenvermessung. Er wurde später zum Ministerialrat ernannt Thoma; zuletzt will er die Stelle eines Ministerialdirigenten innegehabt zu haben. "so habe ihm jemand gesagt" (Protokoll Busch)

Im August 1949 trat er in den Dienst der Stadt Aachen und war zunächst Leiter des damaligen Katasteramtes. Der Rat der Stadt wählte Dr. Busch mit Wirkung ab Januar 1957 zum Beigeordneten. Bis zum Erreichen der Altersgrenze im April 1972 war er in dieser Funktion zuständig für das Wohnbauförderungsamt, Liegenschaftsamt, Forstamt und Stadtreinigungsamt. Chronik der Stadt Aachen für das Jahr 2005 S. 26, abgerufen am 09.03.2010

Quelle: Protokoll Busch

Dissertation:

Die Wasserversorgung des im Kreise Düren gelegenen Rurtales in gewerblicher und landeskultureller Hinsicht. Dissertation der Landwirtschaftlichen Hochschule Bonn-Poppelsdorf, 1932 DNB, gefunden am 21.07.2010, im Internet auch "1933"

Veröffentlichung:

Eine neuartige Vermarkung von Grenz- und Polygonpunkten in bebauten Gebieten von Stadt und Land. In: ZfV 1953 H. 12 S. 404-407. DK: 526.967 als Literaturhinweis in Vermessungstechnik H. 11/1954, Heftmitte

Caulier-Eimbcke, Günter

Der Kaufmann E-Mail seiner Witwe Karin Caulier-Eimbcke vom 24.10.2010 Günter Caulier-Eimbcke (29.09.1919 - 26.02.1986 E-Mail von Karin Caulier-Eimbcke vom 28.01.2011) stammte aus einer Hamburger Schiffsmaklerfamilie Glüsing S. 231.

Er war Geschäftsführer der Forschungsgruppe Schulz-Kampfhenkel; als Sonderführer war er zugleich Führer des Heimatstabes der Forschungsstaffel z.b.V. (bis Januar 1944), des Verbindungskommandos Heimat (Januar - August 1944) bzw. Nachschuboffizier (ab August 1944). Seine Aufgaben umfassten die Beschaffung, Verteilung und Versendung der wissenschaftlichen Geräte und Verbrauchsmaterialien, die Beschaffung, Archivierung und Versendung der Luftbilder, die Stellvertreter des Staffelführers in Verwaltungsfragen und die Abwicklung der Aufträge des Reichsforschungsrats. Seine Dienststelle befand sich von April bis September 1943 in Berlin, von Oktober 1943 bis Januar 1945 in Neudorf am Grödnitzberg, von Februar bis 07.04.1945 in Clausthal/Harz und ab 11.04.1945 in seiner Heimatstadt Hamburg Am 11.04.1945 gelangte Günter Caulier-Eimbcke mit dem restlichen Personal, dem Luftbildmaterial und der Geräteausstattung der Forschungsgruppe und einigen Soldaten der Forschungsstaffel noch von Clausthal nach Hamburg..

Caulier-Eimbcke wurde Schwager von Schulz-Kampfhenkel, als dieser am 15.01.1944 seine Schwester Charlotte heiratete Häusler S. 22, die in der Forschungsgruppe zusammen mit Schulz-Kampfhenkel Bibliothek, Foto- und Filmarchiv sowie die Zeichenarbeiten leitete Häusler S. 84.

Unmittelbar nach dem Krieg gründete ein britischer Offizier, der ihn zunächst noch in Haft gebracht hatte, mit Günter Caulier-Eimbcke zusammen den Anglo-German Club, auf dessen Mitgliedsnummer "2" er zeitlebens stolz war. Später amtierte er als Honorargeneralkonsul von Vietnam Mitt. von Kristina Mäder vom 22.10.2010.

Quelle: Häusler

Cranz, Friedrich

>Friedrich Axis Biographical Research" width="200">Friedrich "Fritz" Cranz nicht zu verwechseln mit Friedrich-Carl Cranz, der General des Heeres war (03.01.1890 - 17.03.1945) trat am 01.08.1908 als Fahnenjunker in das 3. Grenadier-Regiment der preußischen Armee ein. Am 15.12.1914 begann er eine fliegerische Ausbildung. Nach Verwendungen als Beobachter (24.01.1915-07.03.1917) und Adjutant des Kommandeurs der Flieger 1 (11.01.1918-01.03.1918) übernahm er die Führung der Fliegerabteilung A 248 (24.06.1917-10.01.1918); am 18.04.1917 wurde er Hauptmann. Als solcher führte er vom 11.01.1918 bis zum 01.03.1918 die Fliegerabteilung Lb (Luftbild) 261. Vom 02.03.1918 bis zum 18.12.1918 war er Direktor der Offizierlehrgänge für Photographie in der Inspektion des Lichtbildwesens.

Nach dem Krieg blieb er in der Reichswehr. Nach einigen anderen Verwendungen wurde er ab dem 14.10.1919 wieder fachlich eingesetzt als Kompaniechef und Bildoffizier des Reichswehr-Flugplatzes Paderborn (bis 01.05.1920) und anschließend bis 30.09.1920 als Bildoffizier im Stab des Wehrkreiskommandos VI, dann wieder ab 01.10.1924 wieder als Haupt-Bildoffizier im Stab der 3. Division, Berlin. Dessen Dienststelle und Personal diente als Nukleus für die Aufstellung der Hauptbildstelle im Reichswehrministerium wenn ich die qualvolle englische Übersetzung richtig rückübersetzt habe; sie lautet: "Main-Photographic-Officer with the Staff of the 3rd Division (Central-Office for Photographic-Affairs for Officers and Crews at the Creation of the Head-Photographic-Office)". Folgerichtig wurde er am 10.11.1928 Leiter der Hauptbildstelle des RWM. Am 01.04.1930 erfolgte seine Charakterisierung zum Major. Axis Biographical Resaerch nennt zwar den 01.04.1930 für die Beförderung zum Major, aber gem. der geheimen "Liste der Fliegeroffiziere des Reichsheeres" vom 01.11.1930 (Völker 1962 S. 255) war er char. Major. Bis zum 16.05.1933 war er gleichzeitig Berater für Luftbildangelegenheiten im Referat II der Inspektion der Schulen (In 1).

Am 17.05.1933 wurde er Abteilungs-Chef der Abteilung Luftbildwesen (LB IV) im Allgemeinen Luftamt (LB) des RLM, die später in die Flieger-Inspektion 1 (Fl.In. 1/III was bedeutet III? War die HptBiSt die Gruppe III der Luftbildabteilung und er doch nicht der Chef der Abt Lb, sondern noch immer nur der HptBiSt?) überführt wurde. Im "Verzeichnis der aktiven und inaktiven Flieger- und Flugabwehr (Luftschutz-)-Offiziere im Reichsluftfahrtministerium" vom 01.06.1933 Völker 1967 S. 229 wird Fritz Cranz als Major geführt. Diesem Verzeichnis zufolge war er zu jenem Zeitpunkt Leiter der "Hauptbildstelle, Bildabteilung des RLM" Völker 1967 S. 228. Es wird nicht deutlich, welches die über- und welches die untergeordnete Stelle ist. Am 01.09.1933 trat Fritz Cranz in die Luftwaffe über und übernahm zusätzlich die Leitung der Hauptbildstelle des RLM. Am 01.04.1934 wurde er Oberstleutnant. Spätestens im Juli 1934 unterstand ihm in der Luftbildabteilung der Oberregierungsrat Dr.-Ing. Erich Ewald Schreiben RLM - Oberreg.Rat Dr.-Ing.Ewald, Nr. 1075/34 vom 17.07.1934, Schreiben RdL LB Nr. 1485/35 (B IV 6) vom 28.03.1935, beide aus Sammlung Müller

Am 28.02.1936 verließ er das RLM, um Kommandeur einer Aufklärungsgruppe und Fliegerhorstkommandant in Würzburg zu werden. Mit Dienstantritt am 01.03.1936 wurde er zum Oberst befördert. Nach weiteren Verwendungen wurde er am 01.01.1939 Generalmajor und am 01.11.1940 Generalleutnant. Als Luftwaffenverbindungsoffizier in der Festung Breslau starb er bei einem Zusammenstoß in der Luft über der Stadt am 17.03.1945.

Quelle: Axis Biographical Research

Cranz, Hermann

Dr.-Ing. Hermann Carl Georg Cranz (12.08.1883 - 06.02.1944) Vorname und biographische Angabe: Die Freie Bibliothek, Geburtsdatum gem. Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 430/3 Bü 1718, beide abgerufen am 09.11.2009; Sterbedatum gem. Albrecht 1969. Hermann Cranz war der Sohn des Mathematikers Prof. Heinrich Cranz (1856-1926) und der Neffe des Mathematikers, Physikers und Schöpfers der modernen Ballistik, Prof. Dr.phil. Dr. h.c. mult. Carl Julius Cranz (1858-1945), siehe auch Geschichte der Carl-Cranz-Gesellschaft, aufgesucht am 22.11.2010. war Regierungsbauführer.

Im Frühjahr 1907 legte er die 1. Staatsprüfung für das Maschineningenieurfach an der TH Stuttgart ab worldcat.org. Vom 01.10.1908 bis zum 31.03.1909 war er als Assistent für Maschinen-Elemente an der TH Berlin worldcat.org sowie als Ingenieur in Wien und Berlin tätig, 1909-1910 bei Krupp (Essen), ab Januar 1911 als Privatdozent, Assistent und Konstruktionsingenieur an der TH Berlin Reichspatentamt: Technischen Literaturkalender 1920. 1911 erwarb er dort den Grad eines Dr.-Ing. Scientific Commons. Von November 1911 bis September 1920 fungierte er als stv. Vorstand des Versuchsfeldes für Maschinen-Elemente.

Ab 04.08.1914 Jäger 2007 gem. Degener; Albrecht 1969 gibt den 01.08.1914 an war Hermann Cranz im württembergischen Heer im Kriegseinsatz. 1916 war er als Oberleutnant d.R. Führer einer Vermessungsabteilung. 1917 war er in der Meßbild-Abteilung oder deren Versuchsabteilung? der Ersatz- und Versuchsstelle für Vermessungswesen in Stuttgart im Einvernehmen mit dem Kriegsvermessungschef Anfang Februar 1916 beim Topographischen Büro aufgestellt (Landmann 1996 S. 24 ff.) mit der Ausbildung von Luftbildauswertern befasst; Hermann Cranz war von Haus aus Maschinenbauer und beschäftigte sich auch mit Ballistik (wie sein Onkel Carl Julius Cranz); hier ist die Verbindung zur Photogrammetrie zu sehen, denn auch die Ballistik bedient sich ihrer als Verfahren zur Vermessung von Geschosstrajektorien; vgl. z.B. Paul Seliger www.springerlink.com dort folgte ihm Lt. d.R. Traugott Fischer später Prof. Dr.-Ing.. Albrecht 1969 S. 36, 65, 71, 72 Anfang November 1916 wurde Hermann Cranz als Oberleutnant d.R. Abteilungsleiter der neu aufgestellten "Luftbildmeßabteilung am Wilhelmplatz, Charlottenburg", später in Berlin, Oranienstraße; Weihnachten 1916 wurde sie mit anderen Teilen zum Luftbildkommando (Lubiko). Professor Hugershoff wurde Anfang Februar 1917 als Stellvertreter von Cranz zuversetzt. Jäger 2007 S. 180-181 und 250; gem. Doyle S. 194, Albrecht 1969 kam Cranz erst 1918, und Hugershoff war der Chef. Er hat dann auch seitens der Luftbild-Meßabteilung an der ersten (und einzigen) Gesamtsitzung der "Obersten militärischen Vermessungsstelle im Deutschen Reiche und in seinen Schutzgebieten" vom 25.02. bis 01.03.1918 teilgenommen. OMV, im Teilnehmerverzeichnis korrekt als Dr.-Ing. eingetragen

Kriegseinsatz bis 09.11.1918; 1920-1944 ordentlicher Professor an der Technischen Hochschule Hannover DNB, abgerufen am 21.07.2010, dort Leiter des Festigkeitslaboratoriums seit 1920 bestehend, evtl. von ihm gegründet; Google Bücher S. 521.

Quelle: Google Bücher: Catalogus professorum, TH Hannover; RPA; Albrecht 1969; Hermann Degener (Hg.): Wer ist's? Unsere Zeitgenossen. 1935

Veröffentlichungen DNB, abgerufen am 21.07.2010:

Versuche mit Schmierringen bei höheren Tourenzahlen. Stuttgart : Deutsche Verl.-Anst., 1913

(mit R. Hugershoff) Grundlagen der Photogrammetrie aus Luftfahrzeugen. Wittwer, Stuttgart 1919

Versuche mit Zahnrädern von Strassenbahnwagen. München : R. Oldenbourg, 1923

Diestel, Heinz

Diestel als Major -- aus der +Fotosammlung AGeoBw+Kapitän Heinz Diestel war schon während des Zweiten Weltkriegs mit dem Kartenwesen der Luftwaffe in Berührung gekommen. Er war bei der Erprobungsstelle der Luftwaffe Rechlin beschäftigt, vermutlich im Fachbereich Navigation Gem. Mitt. Theo Müller besaß Diestel das Patent als Kapitän auf Großer Fahrt. Dies war auch bei Mitarbeitern des Technischen Amtes, Abt. für Nachrichten- und Navigationsgerät (LC 4), Gruppe V (Navigation?) der Fall, s. Völker 1967 S. 318 (Stellenbesetzung des RLM Stand 15.06.1939), und erfand dort eine Maschine zum Imprägnieren von Fliegerkarten Zur damaligen Zeit waren die Cockpits der Flugzeuge häufig, besonders aber infolge von Beschädigungen im Luftkampf, durch Motorenöl verschmutzt; um die Karten nutzbar zu erhalten, mussten sie mit einer ölbeständigen Imprägnierung versehen werden..

Als Major wurde er in der MilGeo-Dienststelle als Dezernatsleiter für Fliegerkarten eingesetzt. Dadurch hatte er enge Beziehungen zum Führungsstab der Luftwaffe wie auch zum Referenten für den MilGeo-Dienst im Führungsstab der Bundeswehr, Oberst Heller, der sich sehr für die Schaffung eines MilGeo-Dezernates im LwA einsetzte. Als dies erreicht war, war Diestel – später Oberstleutnant – geradezu prädestiniert, am 02.01.1964 dessen erster Leiter zu werden. Am 01.04.1968 wurde Seese sein Nachfolger.

Dolezal, Rudolf

Dr.-Ing. Rudolf Dolezal bei Thoma und im Brief Hänschen "Dolecal" geschrieben, weil möglicherweise mit dem berühmten Photogrammeter Eduard Dolezal verwechselt, der aber 1942 in Baden bei Wien im Ruhestand lebte. (geb. 10.08.1911, lebte 1979 noch) hat ab Herbst 1931 an der Technischen Hochschule zu Wien Vermessungswesen studiert, am 09.12.1935 die Diplomprüfung abgelegt, war danach als Referendar im Außen- und Innendienst beschäftigt und legte am 09.03.1939 die Fachprüfung für den höheren Vermessungsdienst (Assessorexamen) ab. Danach wurde er als Reichsangestellter bei der Vermessungsabteilung des Luftgaukommando XVII (Wien) eingestellt.

Am 26.08.1939 wurde Dolezal zur Kriegsdienstleistung einberufen und machte als Wachtmeister d.R. (ROA) bei einer Flak-Einheit den Westfeldzug mit, wurde aber im Herbst 1940 zum LGK XVII in seinem Lebenslauf schreibt er lediglich: "zu meiner Heimatdienststelle" zurückberufen, im Herbst 1941 mit der Leitung des Dezernats Vermessung Dolezal selbst spricht von der Vermessungsabteilung, meint aber wohl weder die Gruppe Vermessung noch den I Meß betraut und am 01.07.1942 zum Regierungs­vermessungs­assessor ernannt.

Ab 01.03.1943 bis zum Kriegsende war er als Leiter der Vermessungsabteilung bei der Flakversuchsstelle Karlshagen (bei Peenemünde) tätig Stüwe beschäftigt sich mit der Erprobungsstelle der Luftwaffe Peenemünde (-West); daher wird Dolezal von ihm nicht erwähnt., wo er am 01.06.1943 zum planmäßigen Regierungsvermessungsrat im Reichsdienst ernannt wurde. Er hat u.a. die ballistischen Werte der Fla-Rakete TAIFUN erschossen gem. Klaus H. Scheufelen: Mythos Raketen. Verlag Bechtle, Esslingen/München 2004 S. 80 (gefunden bei Google Bücher am 08.121.2009) angeblich bei der Heeresversuchsstelle Peenemünde, die er aber mit der Flakversuchsstelle der Luftwaffe verwechselt, weil sie ebenfalls in Karlshagen ansässig war. Vermessungsberichte von Raketen und Messkurven mit kurzen Erläuterung befinden sich im Bundesarchiv, Bestand RL 36/496: Schmetterling "S 52 (72)" vom 13.01.1945, Schmetterling "S 57 (78)" vom 20.01.1945, Wasserfall "W 3/30" vom 27.12.1944, Wasserfall "W 3/44" vom 22.01.1945 (gefunden in http://www.gyges.dk/RL-36 - Nachtrag.pdf, abgerufen am 08.08.2010)

Bei Kriegsende kam er in englische Kriegsgefangenschaft, aus der er am 18.04.1946 entlassen wurde. Er arbeitete danach ein jahr lang in der Landwirtschaft. Als eine fachbezogene Anstellung in Sicht war, heiratete er am 07.06.1947 Aida Schmidt, die 1943-1945 Sekretärin bei der Flakversuchsstelle Karlshagen gewesen war und die er vermutlich schon während des Krieges dort kennengelernt hatte.

Ab 01.07.1947 arbeitete Dolezal dann bei der Forschungsstelle Westküste an der Fertigstellung des Wattgrundkatasters und an Höhenmessungen für den Küstenschutz und das Pegelwesen. Danach führte er einige größere Vermessungsarbeiten für verschiedene Verbände der Wasserwirtschaft aus. Am 01.02.1952 wurde er in den Landesdienst übernommen und am 01.09.1954 in die Abteilung Wasserwirtschaft im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landes Schleswig-Holstein versetzt und am 01.01 1955 als Dezernent für Vermessungswesen in das Landesamt für Wasserwirtschaft Schleswig-Holstein, später Landesamt für Wasserhaushalt und Küsten, Kiel. Am 12.12.1955 wurde er von der Technischen Hochschule Braunschweig zum Dr.-Ing. promoviert.

Quelle: LASH Abt. 611.1 Nr. 58253

Dissertation:

Untersuchungen über die wirksame relative Strahlenkrümmung bei trigonometrischen Höhenmessungen an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins und in der Elbmündung. 12.12.1955 Bodo Schrader: 125 Jahre Geodätische Lehre und Forschung an der Technischen Universität Carolo Wilhelmina zu Braunschweig S. 25, aufgesucht am 25.06.2010

Veröffentlichungen Internetrecherche Anfang 2010:

Grundkarten der Wattaufnahme an der Westküste Schleswig-Holsteins. 1952 (zit. in: Hans Günter Gierloff-Emden: Geographie des Meeres. de Gruyter, 1980)

Photogrammetrie der Westküste Schleswig-Holsteins. Die Küste, H. 22, 1972

Erfassung der Topographie von Küsten. ZfV Heft 12, 1974.

(Mitarbeit bei) Deutsche Forschungsgemeinschaft (Hg.): Hydrologischer Atlas der Bundesrepublik Deutschland, 1979

Drechsel, Ernst

Drechsel als Generalmajor -- aus seiner Autobiographie +Drechsel 1966+Ernst Drechsel (29.06.1882 - 13.02.1965) trat am 14.07.1900 als Fahnenjunker in die württembergische Armee ein. Am 27.01.1902 wurde er (mit Patent vom 27.01.1901? Sammlung Krug) Leutnant. Er durch­lief die General­stabs­aus­bil­dung, die auch eine Ausbildung in Topographie um­fass­te, und wurde danach im Topographischen Büro des württembergischen Generalstabs ver­wen­det, wo er mit der Auf­nahme und Zeich­nung topo­gra­phi­scher Kar­ten betraut wurde. Ab 1912 diente er im (preu­ßi­schen) Großen Generalstab, wech­selte aber gegen den Wider­stand seiner Vor­ge­setz­ten 1913 (nach Franke 1914) zur Fliegertruppe, wo er als Beobachter eingesetzt war. Ab Mai 1914 war er in den Fliegerbataillonen 2 Frontflieger.de Stand 27.01.2011 und 1 Frontflieger.de Stand 27.01.2011 eingesetzt, im Ersten Weltkrieg als Flugzeugführer in den Fliegerersatzabteilungen Posen und 5 (Hannover) Frontflieger.de Stand 27.01.2011, als Führer der Fliegerabteilung 31 Frontflieger.de Stand 27.01.2011 und als Stabsoffizier für Flieger bei der Armeeabteilung Woyrsch sowie als Stabsoffizier für Flieger 3 nach Franke Stabsoffizier "der" Flieger 3, später umbenannt in Kommandeur der Flieger der 3. Armee.

Am 21.12.1914 wurde ihm der Württembergische Militär-Verdienst-Orden verliehen Frontflieger.de Stand 27.01.2011, ferner erhielt er das Ritterkreuz des königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern web.genealogie gibts leider nicht mehr; axishistory als Quelle?????, abgerufen am ????.

Von Oktober 1917 bis zum Kriegsende war er Kommandeur des der Inspektion der Fliegertruppen (I.d.Flieg. oder Idflieg) unterstellten Luftbildkommandos und anschließend Inspekteur der daraus entstandenen Inspektion des Lichtbildwesens. Als solcher hat er – damals Hauptmann – vom 25.02. bis 01.03.1918 an der ersten (und einzigen) Gesamtsitzung der "Obersten militärischen Vermessungsstelle im Deutschen Reiche und in seinen Schutzgebieten" teilgenommen Ausführlicher Bericht..., OMV. Auf dieser Sitzung vertrat er gleichzeitig den ihm vorgesetzten Fink 1960 S. 395, Jäger 2007 S. _____ Kommandierenden General der Luftstreitkräfte OMV S. 33.

Nach dem Krieg war er vom 15.09.1926 - 31.05.1931 Geschäftsführer der Aerotopograph GmbH in Dresden. Aus dieser Zeit stammt seine einzige bekannte Veröffentlichung in der BuL; s. Drechsel 1930

Am 14.04.1934 wurde er als char. Major in die Luftwaffe übernommen (nach Franke 01.08.1934 Fliegerkommandant ein dem Major entsprechender Dienstgrad des DLV (L)), am 01.10.1934 mit dem Bildwesen im RLM beauftragt. Seit 01.01.1935 Oberstleutnant (nach Franke am 01.03.1935 als Oberstleutnant (E) wiederangestellt), wurde er 1936 selbständiger Gruppenleiter im RLM mit der Aufgabe der Organisation und Führung des Kartenwesens der Luftwaffe betraut. Am 21.04.1937 (nach Franke am 01.04.1937) erfolgte die Beförderung zum Oberst (E), am 01.02.1942 zum Generalmajor und Abteilungschef im Generalstab der Luftwaffe. Die 7. Abteilung führte er bis zum 02.11.1942, obwohl er schon zum 31.10. verabschiedet worden war. (Gem. web.genealogie a.a.O. führte er die Abteilung bis zum 31.10.1943, obwohl er schon am 30.11.1942 pensioniert und ab 01.12.1942 in die Reserve übernommen worden war.) Die z.V.-Stellung wurde zum 01.11.1943 aufgehoben. Sein Nachfolger wurde Oberst Hans Blumensaat.

Vom 17.06.1945 bis 15.06.1947 befand er sich (obwohl schon längst zur Ruhe gesetzt!) in US-Kriegsgefangenschaft. Dort verfasste er einen Bericht über die Kartenversorgung der Luftwaffe Drechsel 1947.

Drechsel zeichnet in seiner Autobiographie das Bild eines pflichttreuen, karrierebewussten Offiziers. Die 7. Abteilung zeugt von seinem organisatorischen Geschick. Sie war eine großartige Einrichtung, obwohl sie ihm nicht sehr am Herzen gelegen haben kann, denn in seinen Erinnerungen nimmt sie gerade einmal zwei halbe Seiten ein.

Quellen: Sammlung Krug, Franke, Third Reich Factbook abgerufen am xxxx; Drechsel 1966; Axis Biographical Research, abgerufen am xxxx

Die folgende Tabelle fasst die Widersprüche zwischen den Quellen zusammen:

Ereignis Personal-Karteikarte BA-ZNS Karteikarte 7738 Autobio­graphie Drechsel 1966 Kurzbio­graphie Sammlung Krug, dort auch Quellendiskussion Franke Franke
geboren 29.06.1882 29.06.1882 28.06.1882 29.06.1882
in der Fliegertruppe   01.06.1913 zunächst für zwei Monate kommandiert ab 1913 ab 1914
Inspektion des Lichtbildwesens   Okt 1917 bis Kriegsende
verabschiedet   01.01.1920 als char. Major 23.01.1920 ausgeschie­den
in der Luftwaffe   01.04.1934 als Major a.D. 14.04.1934 als char. Major 01.08.1934 Flieger­komman­dant
Major (und mit dem Bildwesen beauftragt)     01.10.1934 Major  
Oberstleutnant   01/1935 Flieger-Vize­kommo­dore 01.01.1935 01.03.1935 als Oberst­leutnant (E) wieder­ange­stellt
Selbst. Gruppen­leiter, mit dem Karten­wesen beauf­tragt 1939/1940 R.L.M. Genst. Kart. Vorjahre nicht angegeben 1936  
Oberst   04/1937 Oberst (E) 21.04.1937 01.04.1937 Oberst (E)
Generalmajor 01.02.1942 RDA1.2.42 (4) (420/A, 2) 01/1942 01.02.1942  
Abt.-Chef R.L.M. Genst. 7. Abtlg. Abt.Chef LP 1 III vom 13.01.1942
verabschiedet 30.11.1942
aus akt. Wehrdienst entlassen 537/A, 2... [unleserlich]
  31.10.1942  
z.V. gestellt mit 01.12.1942
"z.V. Luftw" gestellt LP 3 III vom 04.11.1942
     
weitere Führung der 7. Abt. neu einberufen mit 01.12.1942 zum Genst.7.Abt. Abt.Chef      
Aufhebung der z.V.-Stellung Der Nachfolger, Oberst Blumensaat, trat mit 01.08.1943 zur 7.Abt über, wurde aber erst mit 15.06.1944 Abt.Chef; wahrscheinlich war er zuvor "mit der Führung beauftragt". Dienstleistung mit dem 31.10.1943 beendet, z.V.-Stellung Lw aufgehoben LP 3 III vom 14.10.1943 ausgeschieden 31.10.1943 S. 100 02.11.1942/ 01.11.1943  

Ellenberg, Heinz

Der Pflanzensoziologe Oberleutnant Dr. Heinz Ellenberg (01.08.1913-02.05.1997), 1938 Promotion, 1948 Habilitation, 1953 Professor, 1981 emeritiert, mehrere Ehrendoktorate, Mitgliedschaften, Ehrenmitgliedschaften, Preise Wikipedia), abgerufen am ____, war einer der Leiter des Forschungskommandos Ost der Forschungsstaffel z.b.V..

Quelle: Häusler S. __

Evers, Wilhelm

Dr. habil. Wilhelm Friedrich in Evers Gutachten als "W." angegeben, lassen die aufgeführten Veröffentlichungen auf "Wilhelm" schließen Evers (24.07.1906 Zentralverband der deutschen Geographen: Geographisches Taschenbuch und Jahrweiser für Landeskunde 1975/1976, gefunden bei Google Bücher am 10.05.2010 - 1983 Bundesarchiv, Zentrale Datenbank Nachlässe, abgerufen am 01.12.2009) war Regierungsrat d.B. im Luftgau XI (Hamburg, Dänemark), bevor er Referent in der Gruppe "Luftgeo" wohl die interne, umgangssprachliche Bezeichnung der Gruppe III der 7. Abt. wurde. Seine Veröffentlichungen zeigen, dass sein Forschungsschwerpunkt in Nordeuropa lag; daher könnte man annehmen, dass er der Referent für diese Region war, aber gem. Stellenplan war dies das persönliche Aufgabengebiet des Gruppenleiters Dr. Lösche.

Evers wurde am 01.05.1944 zur Fronttruppe zurückversetzt. Evers Gutachten S. 8

Nach dem Krieg Privatdozent, später Professor der Geographie an der Technischen Hochschule Hannover, wurde er vom BMVtdg Fü B III 8 MilGeo-Referat über BMVtdg VR I 1 unter Az 27-40-01/218 Ein Datum ist merkwürdigerweise nicht angegeben um ein Gutachten über das Aufgabengebiet "Luftgeo" der früheren deutschen Wehrmacht gebeten. Das Gutachten (Evers Gutachten) ist hier online.

Quellen: Evers Gutachten; Wikipedia – soweit nicht bereits auf der vorliegenden Studie beruhend –, abgerufen am 24.04.2012

Habilitationsschrift TH Hannover 1940:

Grundzüge einer Oberflächengestaltung Südnorwegens mit besonderer Berücksichtigung der Küstenplattform (strandflate) und der untermeerischen Bankgebiete. In: Deutsche Geographische Blätter Bd. 44, H. 1-4., Leuwer, Bremen 1941 http://d-nb.info/570151953

Veröffentlichungen von W. Evers Diese Ergebnisse von Google-Suchen können Prof. Evers nicht mit Sicherheit zugeordnet werden:

Geographisch-Landeskundliche Erläuterungen der topographischen Karte L 3926 Bad Salzdetfurth. In: Deutsche Landschaften. Geographisch-Landeskundliche Erläuterungen von topographischen Karten 1:50.000 und Seekarten 1:50.000. Herausgegeben im Auftrag der Deutschen Akademie für Landeskunde e.V. von Manfred J. Müller und Armin Hüttermann. Auswahl B: Mittelgebirgsschwelle. Herausgegeben von Hellmut Schroeder-Lanz, Trier 1979 deutsche-landeskunde.de

[über den Thermo-Cryocinegraph (Gletscheruhr)] ZfI 1941, 10, 347-352 Polarforsch.1942; siehe dazu auch die Erwähnung einer Gletscheruhr aus dem Geographischen Institut der TU Hannover (!) unter archive.org

Veröffentlichungen von Wilhelm Evers Diese Ergebnisse von Google-Suchen können Prof. Evers mit großer Wahrscheinlichkeit zugeordnet werden:

Geographie / Bearb. Wilhelm Evers. Mit e. Einl. vers. v. Engelbert Graf. (Reihe: Ad notam) Koetschau-Verl., Berlin 1949 Deutsche Nationalbibliothek

Suomi - Finnland: Land und Volk im hohen Norden. (Reihe: Kleine Länderkunden) Franckh, Stuttgart 1950 Deutsche Nationalbibliothek

Die Wüstungen des Hildesheimer Landes, in: Neues Archiv für Niedersachsen, Jg. 15, 1950, S. 143-153. heimatverein-wehrstedt.de i.V.m. Google Bücher

Ortsnamen und Siedlungsgang im mittleren Ostfalen (zwischen Leine und Fuhse). In: Berichte zur deutschen Landeskunde, Band 9. Herausgegeben vom Amt für Landeskunde. Hirzel, Stuttgart 1950 - 1951, S. 388-405 wenner.net i.V.m Google Bücher, ostfalenpost.de

Georg Frebold: Profil und Blockbild: Eine Einführung in ihre Konstruktion u. in das Verständnis topographischer u. geologischer Karten. Nach d. Tode d. Verf. hrsg. von W. Evers. Westermann, Braunschweig 1951 http://d-nb.info/451350502

Grundfragen der Siedlungsgeographie und Kulturlandschaftsforschung im Hildesheimer Land. In: Veröffentlichungen des Niedersächsischen Amtes für Landesplanung und Statistik, N.F. Bd. 64. Dorn [in Komm.], Bremen-Horn 1957 http://d-nb.info/451187679

Der Landkreis Hildesheim-Marienburg, Regierungsbezirk Hildesheim: Amtl. Kreisbeschreibung nebst Kreisraumordnungsstudie u. statist. Anh. / Bearb. von Wilhelm Evers u.a. In: Die deutschen Landkreise: Die Landkreise in Niedersachsen; Veröffentlichungen der Niedersächsischen Landesverwaltungsamtes unter Mitwirkung der Wirtschaftswissenschaftlichen Gesellschaft zum Studium Niedersachsens e.V. [Reihe D] Bd. 21. Dorn, Bremen-Horn 1964 http://d-nb.info/452013879

Finnland im Spannungsfeld zwischen Ost und West, Geographische und wirtschaftspolitisch-soziologische Aspekte der Geschichte eines Volkes im Norden Europas. Schriftenreihe der Niedersächsischen Landeszentrale für Politische Bildung, Ostprobleme - 11. Hannover 1969 http://img.kb.dk/tidsskriftdk/pdf/gto/gto_0069-PDF/gto_0069_71243.pdf, http://d-nb.info/730480577

Herausgeber der Schriftenreihe: Kleine Länderkunden. Unser Wissen von der Erde. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart

Ewald, Erich

Dr.-Ing. Erich Ewald (07.07.1884 - April 1947 Quelle: N 624 Nachlass Dr. Erich Ewald (Luftbildwesen)????), Regierungsbaumeister (Hochbau-Ingenieur Quelle?, Architekt im AVB Architekten-Verein zu Berlin) und vor dem Ersten Weltkrieg zudem Studienrat an der Staatlichen Baugewerkschule, Berlin-Neukölln Eintrag in LCAuth, Ulrich Bücholdt: Historisches Architektenregister Schwerpunkt: Deutschland, ca. 1890-1965, Personeneintrag im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Leutnant d.R. der Marineartillerie Ewald 1920; Bundesarchiv, Zentrale Datenbank Nachlässe, abgerufen am 01.12.2009, wurde im Krieg Luftbild-Experte durch seine Tätigkeit als Führer der Marine-Stabsbildabteilung des Marinekorps. 1918 gab er den Lehrerberuf auf, um sich der Luftfahrt zu widmen Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte, Band 27-28. Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg, 1976; gefunden in Google Bücher am 28.11.2009. Er war um 1929 Leiter der Bildstelle des Preußischen Ministeriums für Handel und Gewerbe und stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie. Paul Seliger: Deutsche Gesellschaft für Photogrammetrie (Tagung am 25. und 26. Oktober 1929 in der Technischen Hochschule, Berlin-Charlottenburg). In: Die Naturwissenschaften. Heft 12 (21.03.1930) S. 258, gefunden bei Springerlink

Später trat Ewald in das RLM ein; sp. 1934 war er als Oberregierungsrat unter Oberstleutnant Fritz Cranz in der Abteilung Luftbild tätig. Schreiben RLM, ObRegR Dr.-Ing. Ewald, Nr. 1075/34 vom 17.07.1934 aus Sammlung Müller.

Am 15.06.1939 war er als Ministerialrat Chef der Gruppe III (Ziviles Luftbild oder Luftbildprüfung?) in der Abteilung Luftbildwesen unter Oberstleutnant d.G. Schimpf Völker 1967 S. 306. Als solcher führte er auch Unterrichte durch. Hans Joachim Wefeld: Ingenieure aus Berlin. 300 Jahre technisches Schulwesen. Haude & Spener, 1988; gefunden bei Google Bücher am 28.11.2009

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat Ewald sich um den Wiederaufbau des Luftbildwesens bemüht. Bundesarchiv, Zentrale Datenbank Nachlässe, abgerufen am 01.12.2009

Dissertation Deutsche Nationalbibliothek:

Das Luftbild im Dienste des Städtebau- u. Siedlungswesens. Technische Hochschule Berlin 1922

Veröffentlichungen siehe auch Katalog der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Flugzeugphotographie im Dienst der Geographie. P.M. [Petermanns geographische Mitteilungen] 1920, S. 1-6 zitiert in: Eckert: Die Kartographie als Wissenschaft, S. 280 Fußnote 1, abgerufen am 04.12.2009

Die technischen Grundlagen der Flugzeugphotopraphie. Artillerieschule, Jüterbog 1920

Die Stereoskopie und ihre Anwendung auf die Untersuchung des Fliegerbildes. München : R. Oldenbourg, 1921

Das Luftbild im Unterricht. F. Hirt, Breslau 1924. Ausgabe 1 von: Bild und Schule. Schriften über Bildbeschaffung und Bildverwendung in der Schule / herausgegeben vom Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht in Berlin

(mit Heinrich Fischer u.a.) Das deutsche Dorf. Berlin : Reichsamt f. Landesaufnahme (Reichskartenstelle), 1924 (Lichtbilder für Heimatkunde; Reihe 1)

Im Flugzeug über Berlin. N. G. Elwertsche Verlh., Marburg 1925 (Band 2 von W. Ratthay, Felix Heuler: Führer in die Heimat)

(mit H. de Vries) Deutschland aus der Vogelschau. Otto Stollberg & Co., Berlin 1925

(mit anderen) Ins Reich der Lüfte - Einführung in die Luftfahrt. Voigtländer, 1927

Das Luftbild im Dienste der Siedlungskunde. In: Wachsmuth: Das Luftbild als Anschauungsmittel. F. E. Wachsmuth, Leipzig 1927

Das Gesicht der deutschen Heimat. A. Duncker, Weimar 1928

Luftbild im Unterricht in Luftfahrt. Luftschutz, Berlin 1936

Das Luftbild im Dienste der Neugestaltung des deutschen Lebensraumes. ZfV 1936 S. 145-153 angegeben in Ernst Behm: Geographisches Jahrbuch. J. Perthes, 1943; gefunden in Google Bücher

Einsatz des Luftbildes für die vorgeschichtliche Forschung in Deutschland. In: Luftbild und Luftbildmessung, Nr. 16 (1938) angegeben in BuL 1/1963 S. 13

Einsatz des Luftbildes für die Aufgaben der Wirtschaft und Vermessung. Organisation des Luftbildwesens, Maßnahmen des Reichsluftfahrtministeriums. In: Luftbild und Luftbildmessung, Nr. 18 (1940)

Felmy, Hellmuth

Hellmuth Felmy als Oberleutnant 1913 oder 1914 -- <a target='_blank' href='http://www.nexusboard.net/sitemap/6365/personlichkeit-verstorben-t248272/'>nexusboard.net</a>, abgerufen am 16.03.2011, 2012 nicht mehr erreichbarHellmuth Felmy als Oberst zwischen 1933 und 1936 -- <a target='_blank' href='http://www.thefoolwiki.org/German_air_force_order_of_battle_-_October_1,_1938_%28Fall_Gr%C3%BCn%29'>Fall Grün</a>, abgerufen am 07.05.2012Hellmuth Felmy als Generalmajor 1936 -- aus +Axis Biographical Research+, aufgesucht am 03.05.2012Hellmuth Felmy Vater des Schauspielers Hansjörg Felmy (1885 - 1965 Bundesarchiv, Zentrale Datenbank Nachlässe, abgerufen am 01.12.2009) war schon vor dem Ersten Weltkrieg Fliegeroffizier und im Krieg Fliegerkommandeur gewesen Völker 1968, Einleitung zu Dok 27. Insbesondere war er von 1916-1918 als Hauptmann Kommandeur der Feldfliegerabteilung 300 "Pascha" in Palästina, wo ihm zeitweilig der Unteroffizier Claudius Aschenbrenner als Funker zugeteilt war.

Als Hauptmann i.G. wurde Felmy am 01.10.1924 Referent für Fliegerfragen in der Führungsabteilung (T 1) des Truppenamtes Das Truppenamt in der Heeresleitung war der getarnte Generalstab des Heeres. und vertrat dort die taktischen Belange der Fliegerei Völker 1962 S. 143, Völker 1968 Dok 27, unabhängig von der Luftschutzgruppe, die für die Organisation und Ausbildung verantwortlich war.

Durch seine Vorbildung und Erfahrung war Felmy dazu prädestiniert gem. Völker 1968, Einleitung zu Dok 27, ab 01.02.1929 bis 1933 (als Major und Nachfolger von Major Sperrle) die Luftschutzgruppe T 2 V (L) zu führen. Diese wurde am 01.10.1929 in die Inspektion der Waffenschulen (In 1), jetzt Inspektion der Waffenschulen und der Luftwaffe, überführt, wo Felmy als Oberstleutnant unter der Bezeichnung Chef des Stabes der In 1 weiterhin die Dezernate der Fliegergruppe führte, welche jedoch arbeitsmäßig dem Truppenamt eingegliedert blieb Völker 1962 S. 162f..

Am 24.01.1933 Ausgliederung als Inspektion der Luftwaffe In 1 (L) und Unterstellung unter Chef des TA Völker 1962 S. 201.

Quelle: www.nexusboard.net, abgerufen am 30.07.2010; Wikipedia, abgerufen am 30.07.2010

Fink, Carl

Leutnant Carl Fink -- Bundesarchiv-Militärarchiv, Nachlass Fink, N 258/32 fol. 2, +Bundesarchiv VG+Carl Fink (1886 - 1969 Bundesarchiv, Zentrale Datenbank Nachlässe, abgerufen am 01.12.2009, dort "Karl" geschrieben), der "Luftbildfink" Stein 1976 S. 261 trat 1907 als Fähnrich in das pr. Heer ein. Er war ein begeisterter Foto-Amateur. Im Jahre 1911 meldete er sich als Freiwilliger zur Fliegerausbildung in Döberitz, diente offenbar zeitweise im Fliegerbataillon 1 Frontflieger.de Stand 27.01.2011.

Der damalige Fliegeroffizier Leutnant Carl Fink engagierte sich schon kurz nach Aufstellung der Fliegertruppe im Jahre 1911 für die Photographie aus Flugzeugen. Zunächst machte er auf eigene Faust mit seiner eigenen Kamera, einer Deckrullo-Nettel gem. Jäger 2007 S. 79 eine Hüttig-Rekord Luftaufnahmen und sammelte Erfahrungen, die er 1912 in einer Denkschrift zusammenfasste, welche in den Satz gipfelte: "Die Photographie muss zum Gemeingut der Beobachter und ihr vornehmlichstes Meldemittel werden!" Aufgrund eines "höheren Orts" gehaltenen Vortrags erlaubte man ihm, die Versuche fortzusetzen; Kosten durften der Staatskasse dadurch jedoch nicht entstehen. Stein 1976 S. 261, auch in panzer-archiv

Im Ersten Weltkrieg nahm Fink mit seiner Mob-Einheit, der pr. Feldfliegerabteilung 7, an den Anfangsoperationen des III. Armeekorps in Belgien teil. Im November 1914 wurde er zur "Brieftaubenabteilung Ostende" (B.A.O.) einem unter diesem Namen getarnten, für Angriffe auf England aufgestellten Bomber-Verband versetzt./p>

Seit Mai 1915 arbeitete Fink beim neu ernannten Chef des Feldflugwesens als Fliegeroffizier für Luftbildwesen an der Weiterentwicklung der Fliegerphotographie. Im Juli 1915 wurde er in den Stab des Kriegsvermessungschefs versetzt, wo er unter Beibehaltung seiner Aufgaben beim Feldflugchef der sich am gleichen Standort, nämlich Charleroi, befand für die Photographie bzw. das Luftbildwesen im Kriegsvermessungswesen verantwortlich war. Bei der Aufstellung des Generalstabs des Kommandierenden Generals der Luftstreitkräfte am 03.10.1916 verließ er das Kriegsvermessungswesen und wechselte dorthin als Leiter der Lichtbildabteilung gem. Fink 1960 Abteilung Luftbild. Er leitete diese Abteilung, die wesentlichen Einfluß auf die Entwicklung des Lichtbildwesens nahm, bis zum Kriegsende. Bei der Demobilmachung 1919 schied er als Hauptmann aus. Jäger 2007 S. 80 (Fußnote 229) nach Hildebrand, Generale, und BA-MA, Nachlaß Carl Fink, N258/24, fol. 31 ff.

Im Jahre 1935 trat Fink als Major in die Luftwaffe ein, wo er im Rüstungsbereich tätig war. Im Zweiten Weltkrieg stieg Fink zum Generalmajor und Abteilungschef der Luftbildabteilung Quelle???? auf. Jäger 2007 S. 80 (Fußnote 229) nach Hildebrand, Generale, und BA-MA, Nachlaß Carl Fink, N258/24, fol. 31 ff.

Fischer, Eberhard

Eberhard Fischer als Generalmajor -- +Zefirov/Bazhenov/Degtev+Eberhard Fischer nicht zu verwechseln mit Traugott Fischer, Nachfolger von Fink als Leiter der Ersatz- und Versuchsstelle für das Vermessungswesen in Stuttgart war Kommandeur der Fliegerbildschule Hildesheim und Verfasser von als Buch erschienenen Vorschriften für das Bildwesen.

Quellen:

Veröffentlichungen:

Das Luftbildwesen. ( = Der Dienst in der Luftwaffe, Band 2 ). Bernard & Graefe, Berlin 1936 (auch 1937)

Lesen des Luftbildes. ( = Der Dienst in der Luftwaffe, Band 3 ). Bernard & Graefe, Berlin 1938

Fried, Iwan

Major Iwan Fried 1918 -- Ausschnitt aus dem Gruppenfoto der +OMV+-SitzungIwan Fried (20.04.1870 - 1963) trat 1891 in das bayerische Infanterieregiment Nr. 19 ein. Seit 23.06.1907 Hauptmann, wurde er 1911 zum Topographischen Büro des bayerischen Generalstabs versetzt, wurde dort Vermessungsdirigent und 1914 Abteilungsvorstand. Dort war er für die Landesaufnahme zuständig Jäger 2007 S. 69. Die Landesaufnahme umfasst die topographische Vermessung und Kartographie (Graf 1976 S. 3).

Im Ersten Weltkrieg war Fried ab 01.08.1914 Führer der (einzigen bayerischen) Festungsvermessungsabteilung Germersheim, aus welcher im September 1915 die Vermessungsabteilung 15 hervorging. Am 10.09.1914 wurde Fried Major. 1916-1917 führte er die Vermessungsabteilung 6 (1. bayer.) Ab 13.08.1917 war er Kommandeur der Vermessungstruppen 1 (West). Fried hat vom 25.02. bis 01.03.1918 an der ersten (und einzigen) Gesamtsitzung der "Obersten militärischen Vermessungsstelle im Deutschen Reiche und in seinen Schutzgebieten" teilgenommen Ausführlicher Bericht..., OMV, siehe auch Tagungsfoto. 1919 schied er als Oberstleutnant a.D. aus.

Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte Fried, nun als ziviler Beamter, am 01.04.1920 zum Bayerischen Topographischen Büro zurück, das in das Landesvermessungsamt 1915 aus dem Katasterbüro hervorgegangene Behörde eingegliedert worden war, und leitete die Neuaufnahme verschiedener bayerischer Gebiete bis zu seiner Pensionierung am 01.11.1936. Zuletzt war er Oberregierungs- und Vermessungsrat.

Historiker danken ihm die Rettung der Akten seiner Dienststelle am Ende des Ersten Weltkriegs durch Überführung nach München, wo sie sich heute im bayerischen Kriegsarchiv befinden. Jäger 2007 S. 207, Fußnote 595

Quelle: Albrecht 1969 S. 73

Frowein, Ernst

Der Meteorologe und Pilot Leutnant Dr. Ernst Frowein führte das Kommando Flugbereitschaft der Forschungsstaffel z.b.V.. nicht zu verwechseln mit dem SS-Arzt gleichen Namens (Axis History Forum, eingesehen am 16.11.20120) wurde 1952 Segelflug-Vizeweltmeister im Doppelsitzer und war seit 1952 Leiter des Instituts für Segelflugforschung (IfS) in der Gesellschaft zur Förderung der Segelflugforschung e.V. 50 Jahre REUSS Jahrbuch der Luft- und Raumfahrt * 50 Jahre Luft- und Raumfahrt in Deutschland * 50 Jahre REUSS - Eine Dokumentation von Arno L. Schmitz, November 2000, abgerufen am 13.09.2010)

Quelle: Häusler S. __

Veröffentlichung:

Grundfragen fliegerischer Ausbildung und Erziehung

Gänger, Heinrich

Heinrich Gänger als Unteroffizier -- VG durch E-Mail seines Sohnes Heinrich Gaenger vom 24.10.2010 mit FotoDipl.-Ing. Heinrich gem. Häusler S. 167 Heinz Gänger (23.12.1912 - 27.06. 1993) hatte sein Abitur am 07.07.1931 abgelegt, seine Diplomprüfung als Dipl.-Ing. am 22.06.1938. Er diente zunächst im Heer (u.a. um 1940 bei der Vermessungs-Ersatzabteilung 1 in Jüterbog), später führte er Vermessungstätigkeiten unter Rüdiger Finsterwalder und Wolfgang Pillewizer aus. Offene Frage: Hat Gänger bei der Forschungsstaffel z.b.V. unter Pillewizer gearbeitet oder an der Universität, wo Pillewizer ja auch Assistent von Finsterwalder war?????

Er war im Forschungskommando Süd der Forschungsstaffel z.b.V. als Geodät und Photogrammeter im Dienstgrad Unteroffizier tätig.

Ab 30.11.1951 war Gänger als Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen in Niederösterreich tätig.

Quelle: E-Mail seines Sohnes Heinrich Gaenger vom 24.10.2010; Häusler S. 167, weitere S.?????

Veröffentlichung:

R[üdiger] Finsterwalder, Hannover und H[einrich] Gänger, Wien unter Mitarbeit seines an der Ostfront gefallenen Bruders stud.ing. Friedrich Gänger: Die trigonometrische Höhenmessung im Gebirge. Bericht über eine genaue Höhentriangulation in den Chiemgauer Alpen. In: Nachrichten aus dem Reichsvermessungsdienst. Mitteilungen des Reichsamtes für Landesaufnahme, 17.Jahrgang, 1941

Gessner, Wilhelm

Wilhelm Gessner (30er Jahre) -- aus BuL 1972 S. 210, Genehmigung wird angefragtWilhelm Gessner als Major (30er Jahre) -- Genehmigung wird angefragtFriedrich Wilhelm Gessner zwischen den Weltkriegen zeitweilig "Geßner" geschrieben (02.08.1890 - 03.05.1945 H. Kasper, B. Weist: Wilhelm Gessner zum Gedenken. In: BuL Jg. 40 (1972) S. 210-213; R. Burkhardt: 50 Jahre Hansa Luftbild. In: Sonderdruck aus BuL Heft 1/1974, S. 2-5) war der erste Geschäftsführer Geschichte der Hansa Luftbild GmbH, Teile "Die 30er" und "Die 40er", abgerufen am 23.11.2009, ab etwa 1937/38 Direktor und Vorstandsmitglied der Hansa-Luftbild GmbH, Berlin, zur gleichen Zeit auch Leiter des Ausschusses "Luftbildwesen" (auch "Luftbildausschuss") der Lilienthal-Gesellschaft für Luftfahrtforschung BuL 1942 Nr. 1/2 S. 40 mit sieben Arbeitsgruppen Jahrbuch der Deutschen Luftfahrtforschung. Verlag R. Oldenbourg, 1938. Gefunden bei Google Bücher am 01.12.2009; Karl-Heinz Eyermann: Luftspionage, Band 2. Deutscher Militärverlag, 1963. Gefunden bei Google Bücher am 01.12.2009, in dem er vermutlich bereits mit Claudius Aschenbrenner zusammenarbeitete. Um 1942 war er auch Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie BuL 1942 Nr. 1/2 S. 40. Es bleibt zu klären, von wann bis wann genau. und ab Juni 1940 auch Schriftleiter der Zeitschrift dieser Gesellschaft, "Bildmessung und Luftbildwesen" BuL 1942 Nr. 1/2 S. 122.

Dabei ist es interessant, dass Gessner kein Wissenschaftler war, weder Geodät noch Photogrammeter, lediglich mit Erfahrung im Aufnehmen und Verarbeiten von Luftbildern als Beobachter im Ersten Weltkrieg, aber ansonsten ein reiner Manager. BuL Nr. ___ S. ___

Aufgrund des Luftbilderlasses vom 14.08.1941 Luftbilderlass 1941 wurde die Hansa-Luftbild GmbH als Sonderbildabteilung (SOBIA) dem Abteilungschef der 7.Abt. unterstellt Dienstanweisung für den Chef 7.Abt, Ziffer 10 und Geßner als Oberstleutnant (d.R.) deren Leiter. 

Quellen: (Weitere Angaben aus Nachrufen Blaschke: 40 Jahre Hansa Luftbild. In: BuL Jg. 31 (1963) S. 215f, H. Kasper, B. Weist: Wilhelm Gessner zum Gedenken (mit Foto). In: BuL Jg. 40 (1972) S. 210-213 werden hier noch nachgetragen.)

Veröffentlichungen (Auswahl):

Der Einsatz der Hansa-Luftbild G.m.b.H. für die Schaffung der Deutschen Grund- und Katasterplankarte 1 : 5000. In: Sonderdruck aus BuL Heft 4, Jahrgang 1936. Berlin, Verlag Herbert Wichmann, 1936

Aus der Praxis der Luftbildmessung 1937. In: Luftbild und Luftbildmessung, Nr. 15 (1937)

Zur Einführung. In: Luftbild und Luftbildmessung, Nr. 18 (1940)

Graf, Franz Xaver

Prof. Dr.-Ing. F.X. Graf, ca. 1971 -- +DGK 2002+ S.244Franz Xaver Graf (10.10.1913 - 10.04.2001) studierte Geodäsie an der TH München und absolvierte anschließend die Referendarzeit, die er 1939 mit der Großen Staatsprüfung abschloss.

Im Zweiten Weltkrieg war er als Vermessungsassessor Leiter der Vermessungsschule der Luftwaffe. Thoma nennt sie Schulungsabteilung. Diese Schule war im Herbst 1943 im RLM eingerichtet und der 7. Abt. oder der Selbst. Grp. I Meß? F.X.Graf spricht von "der Vermessungsabteilung" unmittelbar unterstellt worden, wurde aber schon im Januar 1944 – noch vor Aufnahme des Ausbildungsbetriebs – wegen der zunehmenden Luftangriffe nach Stendal bei Magdeburg verlegt. Im Rahmen späterer Auslagerungen wurde sie nach ???? und endlich im Herbst 1944 nach Unterfürberg bei Fürth verlegt. Mitt. Graf vom 15.02.1996 Nach Unterfürberg wurde daher auch die 7.Abt. – von Saalfeld kommend – verlegt, bevor sie im Frühjahr 1945 nach Murnau weiterzog. Protokoll Busch

Nach dem Krieg war er 1946-1949 Wissenschaftlicher Assistent am Geodätischen Institut der TH München, wo er 1948 zum Dr.-Ing. promoviert wurde. 1950 erhielt er einen Lehrauftrag für Katastertechnik, 1953 habilitierte er sich, 1956 erhielt er die venia legendi für das Fach "Landesvermessung, Kataster- und Planungswesen". 1962 wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der TU München berufen. 1958-1967 war Dr.-Ing. Graf Referent im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, 1967-1971 Präsident des Bayerischen Landesvermessungsamtes. 1972 wurde er Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und Leiter der Bayerischen Vermessungsverwaltung. Die FRANZ-XAVER-GRAF-STR. in BAD AIBLING ist nicht nach ihm, sondern wohl nach einem örtlichen Druckereibesitzer benannt, vgl. Fidibus Mai 2009

Quelle: DGK 2002 S. 244 f., abgerufen am 22.03.2010; Mitt.Günther Koch, Dachau, vom 20.07.2010; weitere, nicht eingesehene Literatur: DGK 25 J. 213; ZfV (2001) S. 395; DGK Sitzungsbericht 2001, S. 26.

Dissertation:

Die Abbildung des Rotationsellipsoids auf eine Berührungskugel mittels der Kugelnormalen.

Habilitationsschrift:

Beiträge zur sphäroidischen Trigonometrie. Deutsche Geodätische Kommission, Reihe C (Dissertationen) Nr. C 14, München 1955, ISBN 3769691016 gefunden in: Deutsche Geodätische Kommission Gesamtkatalog, aufgesucht am 20.07.2010

Veröffentlichungen (Auswahl):

Entwicklungen und Probleme der Automation im Katasterdienst. Deutscher Verein für Vermessungswesen, Landesverein Bayern, Mitteilungsblatt 1968 Nr. 4, S. 145-151 und 1969 Nr. 1, S. 4-20 gefunden in: Jahrbuch der Technischen Hochschule München, Verlag C. Wolf & Sohn., 1969; bei Google Bücher, aufgesucht am 20.07.2010

Moderne Landesvermessung. gefunden in: Jahrbuch der Technischen Universität München, 1970; bei Google Bücher, aufgesucht am 20.07.2010

175 Jahre amtliches Vermessungswesen in Bayern. In: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen (Hrsg.): Das öffentliche Vermessungswesen in Bayern. Festschrift zum 175jährigen Bestehen der bayerischen Vermessungsverwaltung. München 1976 im Besitz des Autors

Grotelüschen, Wilhelm

Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Grotelüschen (28.10.1904 - 13.10.1977 Familienstammbaum, aufgesucht am 19.11.2010) war vor dem Krieg (um 1933) am Geographischen Institut der Universität Bonn Google Bücher, aufgesucht am 19.11.2010 tätig.

Während des Krieges war Grotelüschen als Hauptmann Stellvertretender Staffelführer und Chef des Stabes Häusler S. 171 unter Berufung auf Boehm der Forschungsstaffel z.b.V.; ihm oblagen die militärischen Belange wie Personal, Ausrüstung, Kraftfahrzeuge und Organisation.

Nach dem Krieg war Grotelüschen Professor für Heimatkunde und Didaktik der Geographie in Oldenburg Google Bücher, aufgesucht am 19.11.2010.

Quelle: Häusler S. ____

Hänschen, Heinrich

RVR Hänschen 1943 -- aus der +Sammlung Hänschen+ (Soldbuch)Dipl.-Ing. Heinrich Hänschen Er selbst nannte sich Hän-schen, wurde aber von seinen früheren Kollegen oft Häns-chen genannt. (03.05.1911 - 14.02.2000 gem. Totenzettel) war Geodät im Vermessungsdienst der Luftwaffe und leitete verschiedene Luftgau-Vermessungsabteilungen.

Hänschen war zuletzt Leitender Stadtvermessungsdirektor in Wuppertal.

Hänschen hat sich um die vorliegende Studie große Verdienste erworben, indem er dem Autor sein Wissen,seine Kontakte zu anderen Luftwaffen-Vermessungs-Beamten und viele unschätzbar wertvolle Unterlagen Sammlung Hänschen zur Verfügung gestellt hat.

Quelle: Soldbuch Hänschen

Hansen, Richard

Der Landschaftsarchitekt Unteroffizier Dipl.-Gärtner Hansen vermutlich Richard Hansen (10.07.1912-18.08.2001) hat 1936-1939 u.a. Pflanzensoziologie studiert und wurde aufgrund dieser Kenntnisse zur militärgeographischen Beurteilung des Geländes eingesetzt Mitt. der FH Weihenstephan vom 09.11.2010. In der Forschungsstaffel z.b.V. war er einer der Pflanzensoziologen im Forschungskommando Süd.

Hansen hat von 1945 bis 1947 bei Tüxen gearbeitet und wurde 1961 promoviert.

Quelle: Häusler S. __; Biographie mit Foto auf der Homepage der Karl-Foerster-Stiftung, aufgesucht am 09.11.2010

Heckert, Gerhard

Gerhard Heckert (geb. 02.01.1911) war Geodät im Vermessungsdienst der Luftwaffe. Er begann seine Tätigkeit vom 15.06.1939 bis zum 31.05.1942 als Angestellter im RLM. Am 25.01.1942 beim Luftgaukommando Norwegen, war er ab 01.03.1942 zum Luftwaffenverwaltungsamt (LD Ag V 9 V bzw. Ag/Bau) kommandiert, wo er am 01.05.1942 Regierungsvermessungsassessor, am 01.01.1943 Regierungsvermessungsrat wurde. BA-ZNS Akte 12703; gem. dem ebenfalls dort befindlichen Vorgang DRdLuObdL, Luftwaffenverwaltungsamt, Az 25 ("Verm", ") (Ag IV 11 III c) vom 25.11.1942 wurden zusammen mit Heckert 13 "Assessoren im Vermessungsdienst" in das Wehrmachtbeamtenverhältnis berufen.

Heidelauf, Ulrich

Dr.-Ing. Ulrich Heidelauf war im Zweiten Weltkrieg Chef der Luftbildstaffel 1 Stein 1978 S. 308 und als solcher truppen­dienstlich und technisch der Fliegerbildschule Hildesheim, einsatz­mäßig dem Genst.Lw. - 7.Abt. - unter­stellt Dienst- und Stellenplan 7.Abt, Fußnote; Dienstanweisung für den Chef 7.Abt, Ziffer 10.

Veröffentlichungen:

Untersuchungen zur Durchführung einer großräumigen Luftbilderkundung im Sinne skizzenhafter Landesaufnahme. In: Luftbild und Luftbildmessung Heft 30, 1944

Heininger, Bruno

Bruno Heininger (geb. 24.01.1889, lebte 1959 noch) war Kartograph bei der Preußischen Landesaufnahme und später beim Reichsamt für Landesaufnahme KN 1959 S.34 ---noch weiter auszuwerten---. 1921 trat er in die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin ein Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, Verlag D. Reimer, 1920, S. 87. Gefunden bei Google Bücher am 25.02.2010, und zwar zugleich mit Gustav Baumgart, Trigonometer der gerade neu aufgestellten Heeresvermessungsstelle Müller/Hubrich S. 13 i.V.m. 11, 14, 23.

Im RLM war Heininger zunächst Referent und später Gruppenleiter für Kartenentwicklung (Produktion). Er führte am 15.06.1939 die Amtsbezeichnung Amtsrat Völker 1967 S. 295, dort falsch "Heiniger", am 01.07.????? war er Regierungsrat Völker ?????, im März 1941 Regierungs-Baurat Heininger 1941, bei Kriegsende Oberregierungsbaurat. Theo Siewke: Bruno Heininger 70 Jahre. In: KN 1/1959 S. 34

Nach dem Krieg führte er als zweiter Geschäftsführer das traditionsreiche Berliner Lithographische Institut Julius Moser Der erste Geschäftsführer war Kurt Moser und den zugeordneten vormals Abteilung Verlag des Lithographischen Instituts, vgl. Gymnasium: Zeitschrift für Kultur der Antike und humanistische Bildung, Band 18 S. 215, gefunden bei Google Bücher am 25.02.2010 GEA Landkarten Verlag K.G. Geographisches Taschenbuch, Verlag F. Steiner, 1955 S. 193 und 1959 S. 261. Gefunden bei Google Bücher bzw. Google Bücher am 25.02.2010

Veröffentlichungen:

Fliegerkarten. Artikel in: Hermann Franke (Hrsg.): Handbuch der neuzeitlichen Wehrwissenschaften. 3. Band, 2. Die Luftwaffe, Verlag von Walter de Gruyter & Co., Berlin 1939, S. 63-82

Unterricht im Kartenlesen. In: Petermanns Geographische Mitteilungen, 87. Jg. 1941, Verlag Justus Perthes, Gotha, S. 189-191

Kartenlesen als Unterrichtsfach. Geogr. Anz. 43 S. 106-108 (1942 H. 5/6) Hinweise in: Geographische Zeitschrift, Band 48, S. 200. Gefunden bei Google Bücher am 25.02.2010, und in: Zentralblatt für Geophysik, Meteorologie und Geodäsie, Band 9, Verlag J. Springer 1942, S. 279. Gefunden bei Google Bücher am 25.02.2010

Blattschnitt und Blattnumerierung der amtlichen Kartenwerke der europäischen Länder. In: Petermanns Geographische Mitteilungen "K", 1942, Verlag Justus Perthes, Gotha, S. 296-300 Hinweis in: Ernst Behm: Geographisches Jahrbuch, Band 57 Teil 1, 1943, S. 8. Gefunden bei Google Bücher am 25.02.2010

Hiemann, Günter

Hiemann 1989 als Mitglied einer Delegation des ZK der SED (unter Leitung von Egon Krenz) in Saarbrücken -- +Wikimedia Commons+Dipl.-Mil. Dr.sc.mil. Günter Hiemann (geb. 08.03.1930) wurde ab 1944 in der Hauptvermessungsabteilung III (Dresden) zum Vermessungstechniker ausgebildet. Seine Schwerpunkte waren Topographie und Kartographie; später war er in allen Sparten des Fachs tätig.

Nach dem Lehrabschluss 1948 war er bei der SAG Wismut und beim Landesvermessungsamt Sachsen tätig und kam 1951 in die Hauptabteilung Vermessung und Kartographie des Ministeriums des Innern in Berlin, wo er zuletzt Referent war.

1952 trat Hiemann als Freiwilliger in den (Militär-) Topographischen Dienst ein und kam in die VP-Luft. Er wurde am 20.01.1953 Unterleutnant (01.05.1954 Leutnant) und zugleich Leiter der Topographie in der Hauptverwaltung Luftpolizei (HVL), ab 17.06.1953 als Verwaltung der Aeroclubs Die (drei) Aeroclubs waren Vorläufer der späteren Fliegerdivisionen. (VdAK) bezeichnet. Er hatte diese Funktion bis zum 28.02.1956, dem letzten Tag der Kasernierten Volkspolizei (KVP) Der 01.03.1956 war der offizielle Gründungstag der Nationalen Volksarmee (NVA)., inne.

Hiemann war damit der erste topographische und geographische Fachmann in den Luftstreitkräften der DDR.

Im Dezember 1956 wurde Hiemann abkommandiert zur Vorbereitung auf das Studium und das anschließende Studium der Navigation einschl. Vermessungstechnik und Kartographie an der Militärakademie Monino (Sowjetunion), das bis September 1962 dauerte. Ddanach wurde ihm der Doktorgrad verliehen.

Nach dem Studium kam Hiemann ins Kdo LSK/LV. 1962-1963 Diensthabender im Zentralen Gefechtsstand des Kdo LSK/LV, war er von 1963-1972 Leiter der Abteilung Flugsicherheit und Gefechtsstände, 1972-1975 Leiter der Abteilung Gefechtsstände. 1976-1989 war er Stellvertretender Chef des Stabes für Gefechtsstände und Automatisierung. Als solcher wurde er am 07.10.1979 Generalmajor. Er gehört damit zu den Generalstabschefs, die aus dem Kartenwesen hervorgegangen sind. Sein Aufgabengebiet umfasste Führungssysteme, Rechenzentren, operativ-taktische Automatisierung, Flugsicherungssysteme und Meteorologie.

Ab 1988 baute Hiemann das Amt für Luftraumkoordinierung der DDR Zusammenhang mit der Vereinigten Hauptzentrale 14 (VHZ-14), die nach der Wiedervereinigung die Luftraumkoordinierungsstelle (Luko) wurde. auf und leitete es 1989-1990 als Direktor. Infolge der Regelungen im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung wurde er wie alle Generale und Admirale der NVA zum 30.09.1990 entlassen.

Quellen: Protokoll Hiemann; Klaus Froh, Rüdiger Wenzke: Die Generale und Admirale der NVA: ein biographisches Handbuch. In der Reihe "Forschungen zur DDR-Gesellschaft" herausgegeben vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt. Christoph Links Verlag, Berlin 2000; auch gefunden bei Google Bücher am 21.06.2010

Veröffentlichung:

Militärische Flugsicherung. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin, 1986 gefunden bei booklooker -1987 gefunden bei Amazon.de

Hiller, Harry

Der Kartograph Unteroffizier Harry Häusler S. __ nennt nur den Nachnamen Hiller. Aufgrund der großen Zahl an einschlägigen Nennungen des Namens Harry Hiller in der Fachliteratur nach Kriegsende kann dieser als identisch angenommen werden.
Die folgenden anderen möglichen Hiller sind meist höhergradig und scheiden daher aus der Betrachtung aus, da in der Forschungsstaffel grundsätzlich das am besten geeignete Personal verwendet wurde. Und das wäre in diesem Fall nicht ein Wissenschaftler, sondern ein praktischer Kartograph.
Konrad, UB Uni Münster 1985, Gran Atlas Mundial 1994,
Dr. Otto K., Lehrbuch der allgemeinen Geographie (Hg. Schmithüsen (Angehöriger der Forschungsstaffel!)) 1979 PD in Augsburg 2004-2006 (emeritiert? geb. um 1920?),
Karl, Geologe,
Heinrich Wilhelm, Technischer Zeichenlehrer? 1919-1949,
Johannes Erich, 1911-1972 Mineraloge/ Geowissenschaftler/ Prof. in Stuttgart,
Wilhelm, Geophysiker, geb. 1899,
Waldemar, wohl 20er Jahre, Biologe,
H. Wilhelm schrieb 1919 Maschinenbau und graph.Darst.,
Friedrich, Archäologe,
alle abgerufen am 15.09.2010
Hiller leitete abwechselnd mit Inspektor Max Schlarbaum die Kartographengruppe Waltershausen der Forschungsstaffel z.b.V., die durch den Kartenoffizier je nach Arbeitslage bei den Forschungskommandos zur Reinzeichnung und Druckvorbereitung der "Karten zur Geländebeurteilung" eingesetzt wurde und dabei mit Angestellten des Reichsamts für Landesaufnahme (RfL) zusammenarbeite.

1948 bearbeitete Harry Hiller Schropp's Karte Land Mecklenburg,
sp. 09.04.1949 ist er Leitender Kartograph (wohl noch bei Schropp),
sp. 20.11.1956 Kartographie­oberinspektor (nun wohl bei der Bundesanstalt für Landeskunde, ab 1959 Institut für Landeskunde vgl. UAB Cartoteca General GEODOC (dort 1960 "Institut für Landeskunde") abgerufen am 15.09.2010, das ja als Abteilung für Landeskunde des RfL schon im Krieg mit der Forschungsstaffel zusammen­arbeitete heute BBR),
sp. 22.10.1964 Technischer Regierungs­amtmann Institut für Landeskunde (Hrsg.): Berichte zur deutschen Landeskunde, Band 36, Teil 2, Verlag Anton Hain 1966, S. 196, bei Google Bücher gefunden am 15.09.2010,
sp. 1968 Oberamtmann entsprechend der vorhergehenden Nennung wohl Technischer Regierungsoberamtmann in Bad Godesberg Trefferliste, Artikel selbst gesperrt; Veröff. u.a. in Bosse, Heinz (Hrsg.): Thematische Kartographie, Gestaltung, Reproduktion, Beilagenband; Ergebnisse des 7. Arbeitskurses Niederdollen­dorf 1968 des Arbeitskreises Praktische Kartographie e. V., Mannheim/ Wien/ Zürich 1970 (Thüringisches Staatsarchiv: Nachlassbibliothek - Horn, Werner (Kartograph) Kurzkatalog, online abgerufen am 15.09.2010

Quelle: Häusler S. __

Hölscher, Richard

Der Pflanzensoziologe Leutnant Richard Häusler S. 167 gibt nur R. an; der Vorname Richard ergibt sich aus der Autorenangabe zu "Die Vogelwelt des Dümmer-Gebietes", gefunden bei Amazon.de, aufgesucht am 15.10.210 Hölscher Häusler S. 93 schreibt Hoelscher. war von Ende Mai bis November 1943 militärischer Leiter der Einsatzgruppe Rußland Nord der Forschungsstaffel z.b.V. (wissenschaftlicher Leiter: Ernst Preising), die anschließend in Einsatzgruppe Riga umbenannt wurde.

Quelle: Häusler S. 93, 167

Hudecek, Friedrich

Friedrich Hudecek (Foto zw. 1987 u. 1988) -- +evm+ Nr. 56 Dezember 1988 BILDGENEHMIGUNG_____ noch einzuholenDipl.-Ing. Friedrich Hudecek (05.08.1916 - 07.10.1988) Allmer 1983 studierte 1935-1939 an der damaligen Technischen Hochschule Wien Vermessungswesen. Am 28.03.1939 wurde er als Dipl.-Ing. technischer Angestellter bei der Hauptvermessungsabteilung XIV, wo er zunächst in der wissenschaftlichen Abteilung und nach deren Auflösung bis Juni 1940 in der Triangulierungsabteilung im Innen- und Außendienst arbeitete. Ab 1940 absolvierte er als Vermessungsreferendar den Vorbereitungsdienst und bestand am 25.04.1941 die Prüfung nach österreichischem Recht Österreich war bereits 1938 an das Deutsche Reich angeschlossen worden!.

Ab 15.05.1941 war Hudecek Beamter bei der Vermessungsabteilung des Luftgaukommando Wien. Am 15.07.1941 wurde er als Soldat einberufen; nach der militärischen Grundausbildung fand er erst Verwendung bei einem Einsatzvermessungstrupp gem. Quelle bei einem "Vermessungszug der Luftwaffe", ab Mai 1943 als Geodät, Mathematiker und Ballistiker (insbesondere für ballistische Photogrammetrie) bei der Erprobungsstelle der Luftwaffe Peenemünde-West gem. Quelle "bei einem Forschungsinstitut der Luftwaffe und in Peenemünde". Schon am 10.07.1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Wien zurück.

Am 29.08.1945 erhielt er eine provisorische Verwendung im Amt für Eich- und Vermessungswesen, war danach Leiter des Vermessungsamtes in Korneuburg, kam in das Bundesamt zurück und war schließlich vom 01.01.1977 bis zu seiner Pensionierung am 31.12.1981 Präsident des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen (Wien, Österreich).

Quellen: EVM Nummer 56, Dezember 1988, S. 5 ff.

Veröffentlichungen (Auswahl):

Der Zahlenplan, eine planliche Darstellung für die Zwecke eines numerischen Grundkatasters. In: Robert Messner (Hrsg.): Festschrift 150 Jahre Österreichischer Grundkataster 1817-1967. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (Wien) 1967, S. 65

Hugershoff, Reinhard

Hugershoff als Abteilungsvorstand, ca. 1934 bis 1937 -- <a href='http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_forst_geo_und_hydrowissenschaften/fachrichtung_geowissenschaften/ipf/fern/professur/geschichte'>Geschichte der Professur Geofernerkundung der Universität Dresden</a>, aufgesucht am 10.12.2009Hugershoff um 1940 -- Foto aus dem Nachruf +Gruner 1941a+Dr.-Ing. habil. Carl Reinhard Hugershoff (05.10.1882 - 24.01.1941) wissen.de hat an der Technischen Hochschule Dresden Geodäsie studiert, bestand am 20.12.1906 die Diplomprüfung und wurde bereits am 24.07.1907 zum Dr.-Ing. promoviert. Anschließend war er dort als Assistent tätig. Von 1907 bis 1909 nahm er an der Zweiten Innerafrikanischen Expedition teil. 1909 habilitierte er sich als Privatdozent. Im Frühjahr 1911 wurde er zum außerordentlichen, 1912 zu ordentlichen Professor an der Forstakademie Tharandt ernannt, wo er neben der Vermessungskunde Mathematik, Meteorologie und Waldwegebau vertrat. Daneben lehrte er weiter in Dresden, wo er 1911 die ersten Vorlesungen über Photogrammetrie hielt.

1914 meldete Hugershoff sich als Kriegsfreiwilliger. 1914 wurde er Feldphotogrammeter bei der Festungs­vermessungs­abteilung Posen, kam im Februar 1915 an die Ostfront und machte sich mit der Enwicklung und Anwendung photogrammetrischer Methoden einen Namen. 1916 kam er, vom Beamten­stellvertreter zum Ingenieur der Flieger- und Luftschiffer­truppen befördert, nach Berlin zur Inspektion des Luftbildwesens; 1917 leitete er die dortige Luftbild-Meßabteilung. Jäger ???? Seine Entwicklungen werden von Oberleutnant Hermann Cranz und seiner Vermessungs­abteilung 1917 an der Westfront erprobt. 1918 stieß Cranz zu ihm. Doyle S. 194

Im Januar 1919 wurde Hugershoff aus dem Heer entlassen und nahm seine Lehrtätigkeit in Tharandt wieder auf. Dank der Gründung der Firma Aerotopograph GmbH in Dresden durch Oskar und E. O. Messter endete der Kampf um den Fortbestand seiner Methoden und die Fortentwicklung seiner Geräte. 1920 vollendete er dort den Autokartographen, der zwar 1921 von der japanischen Regierung erworben wurde, in Deutschland aber keine Anerkenung fand. Dazu kamen viele weitere Klein- und Hilfsgeräte, auf die er weit über 100 in- und ausländische Patente erhielt; 1926 folgte als Großgerät der Aerokartograph. Durch den Zusammenschluss der Aerotopograph GmbH mit der Bildmessabteilung der Firma Carl Zeiss in Jena wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter dieser Firma.

Zwischen fr. 01.02.1933 Dr. Krausz noch Abteilungsvorstand gem. Forstwissenschaftliches Centralblatt vom 1. Februar 1933, Volume 55, Issue 3, pp 111-112, sp. 01.05.1934 gem. Forstwissenschaftliches Centralblatt vom 1. Mai 1934, Volume 56, Issue 9, p 323 bis mind. 15.05.1937 gem. Forstwissenschaftliches Centralblatt vom 15. Mai 1937, Volume 59, Issue 10, p 336 war Hugershoff Abteilungsvorstand der Forstlichen Hochschule Tharand, die mittlerweile eine Abteilung der Technischen Hochschule zu Dresden bildete. Später übernahm er das Geodätische Institut der TH, das er in ein Institut für Vermessungswesen und Photogrammetrie umwandelte, und das Institut für Forstliche Luftbildmessung.

Seit 1930 war Hugershoff glühender Nationalsozialist. Zu seiner politischen Gutachtertätigkeit Benedikt Maria Sebastian Lickleder: Der forstwissenschaftliche Fachbereich der Universität Freiburg in der Zeit von 1920 bis 1945. Freiburg 2009 (abgerufen am 02.07.2012), zu seinen sonstigen Nazi-Aktivitäten Gruner 1941a S. 5

1939 meldete Hugershoff sich wiederum freiwillig zum Heeresdienst und kam als Ingenieur­offizier zu einer Vermessungs­abteilung. Nach dem Winter 1939/40 wurde er von der TH Dresden zurückgerufen.

Quellen: Gruner 1941a; Gruner 1941b; Albrecht 1969 muss noch ausgewertet werden____________

Habilitationsschrift:

Die periodischen Fehler barometrisch bestimmter Höhenunterschiede in der inneren Tropenzone. Dresden 1910

Veröffentlichungen gem. Jahrbuch Database - Electronic Research Archive for Mathematics:

Kartographische Aufnahme und geographische Ortsbestimmung auf Reisen. Berlin u. Leipzig: G. J. Göschen (Samml. Göschen Nr. 607) 1912

(mit H. Cranz) Grundlagen der Photogrammetrie aus Luftfahrzeugen. Stuttgart 1919

(mit O. Israel) Kartographische Aufnahmen und geographische Ortsbestimmungen auf Reisen. I: Die topographischen Aufnahmen. Zweite, neubearbeitete Auflage. Berlin, W. de Gruyter & Co. (Sammlung Göschen Nr. 607) 1925

Photogrammetrie und Luftbildwesen. Wien, J. Springer (Handbuch der wissenschaftlichen und angewandten Photographie, herausgegeben von A. Hay, Band 7) 1930

Ausgleichsrechnung, Kollekitvmaßlehre und Korrelationsrechnung, im Dienste von Technik, Wissenschaft und Wirtschaft. Eine Einführung insbesondere für Forst- und Kulturingenieure und für Studierende der Naturwissenschaften. Berlin, Wichmann (Sammlung Wichmann Band 10) 1940

Graphische Hilfsmittel zur azimutalen Orientierung von Senkrechtaufnahmen aus der Schattenrichtung. Photogrammetria 3, S. 147-154. 1940

Huttenlocher, Friedrich

Der Geograph Dozent Dr. Friedrich Huttenlocher (02.09.1893 - 24.04.1973 Wikipedia, abgerufen am 13.09.2010) war zunächst Studienrat; er erhielt 1934 die Habilitation und Dozentur in Tübingen.

Ab 1939 diente Huttenlocher als Reserveoffizier des Heeres bei der Vermessungsabteilung (mot) 604 und kam 1943 ins OKH, Gruppe Mil.Geo.

Ab September/Oktober gem. Häusler S. 90 ab September, S. 172 ab Oktober 1944 war Huttenlocher Hauptmann bei der Forschungsstaffel z.b.V. "Mitarbeiter des Staffelführers". Als solcher nahm er die Vertretung des Staffelführers in organisatorischen Verhandlungen wahr, regelte die Zusammenarbeit mit dem Kommando Theo und war verantwortlich für die Erarbeitung von Entwürfen für den Ausbau der Tätigkeit und Organisation der Staffel.

Quelle: Häusler

Ilg, Karl

Inspektor Bezeichnung "Inspektor" noch zu klären; für einen Wehrmachtbeamten der gehobenen Laufbahn wäre er überqualifiziert, aber möglicherweise rangierte er als Major? Dr. Karl Ilg (1913-2000) hat Geschichte und Geographie studiert, wurde 1937 promoviert und war ab 01.05.1939 Assistent am Alemannischen Institut in Freiburg. Dort erhielt er den Auftrag zur Erledigung einer militärgeographischen Aufgabe und ist anschließend (im Januar oder März 1940) zur Luftwaffe eingerückt. Mitt. Dr. Regnath, Gf. Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V. Ilg war Geograph im Forschungskommando Süd der Forschungsstaffel z.b.V. und sp. ab Dezember 1944 Leiter einer diesem unterstellten Einsatzgruppe.

1947 habillitierte sich Ilg und war 1961-1985 Professor für Volkskunde in Innsbruck.

Quelle: Häusler S. __; Wikipedia, aufgesucht am 27.10.2010

Jeschonnek, Hans

Hans Jeschonnek als Generaloberst 1940 -- +Wikimedia Commons+Hans Jeschonnek (09.04.1899 - 19.08.1943 durch Freitod) trat am 10.08.1914 als Fähnrich und Kompanie-Offizier in das 50. Infanterie-Regiment ein. Am 26.09.1914 wurde er zum Leutnant ernannt. Vom 06.05.1915 bis zum 18.07.1917 diente er als Kompanieführer.

Am 19.07.1917 kam er zur Fliegertruppe und wurde zum Jagdflieger ausgebildet. Er war ab 22.04.1918 Pilot in der Jagdstaffel 40 und ab 24.12.1918 in der Grenzschutz-Fliegerstaffel 129.

In der Reichswehr wurde er bei der Kavallerie ausgebildet. Am 06.12.1923 kam er ins Reichswehrministerium. Zwei verschiedenen Verwendungen (06.12.1923 Inspektion für Waffen und Gerät, 01.10.1928 in unbekannter Funktion) folgte eine einjährige Kommandierung zur Dienststelle des Kommandanten von Berlin.

Jeschonneks nächste Verwendungen im RWM liefen vom 01.10.1931 bis 31.01.1933 und 01.02.1933 bis 31.08.1933 (???). Er hat ab 01.10.1931 – vermutlich – als Nachfolger von Schwabedissen Schwabedissen war gem. Axis Biographical Research (abgerufen am 30.06.2009) bis zum 30.09.1931 mit Fliegerangelegenheiten beschäftigt, Jeschonnek war gem. Axis Biographical Research ab 01.10.1931 und gem. Völker 1962 S. 261f. sp. am 27.10.1931 im Amt als Oberleutnant das Referat I der In 1 geleitet und so eine Zeit lang am getarnten Aufbau der Luftwaffe mitgewirkt. Zu seinen Aufgaben gehörte auch das Bild- und Kartenwesen, was darauf hindeutet, dass damals für das Kartenwesen noch keine Fachleute zur Verfügung standen, während es für das (Luft-) Bildwesen bereits die Bildabteilung und die Hauptbildstelle gab. Völker 1962 S. 261f.: Geschäftsverteilungsplan vom 27.10.1931

Ab 01.04.1933 (???) war Jeschonnek – nun Hauptmann – aus diesem Aufgabenbereich wieder herausgelöst und diente im neu aufgestellten Luftschutzamt des Reichswehrministeriums bis zum 31.03.1935 als Verbindungsoffizier zum Reichskommissar für Luftfahrt Völker 1962 S. 203.

Nach einer Reihe von Ausbildungsmaßnahmen und Truppenverwendungen (und der beförderung zum Major am 01.04.1935 und zum Oberstleutnant am 01.04.1937 übernahm er am 01.10.1937 die Führungsabteilung des Luftkommandoamtes (LA I) und ab 01.02.1938 zusätzlich den Führungsstab des Generalstabes der Luftwaffe Bezeichnung gem. Absolon S. 242, gefunden bei Google Bücher am 07.12.2010, der gemeinhin als Luftwaffenführungsstab bezeichnet wurde. Am 01.11.1938 wurde er Oberst i.G.

Ab 01.02.1939 war Jeschonnek Chef des Generalstabes der Luftwaffe unter Beibehaltung seiner Funktion als Chef des Luftwaffenführungsstabes. Er gehört damit zu den Generalstabschefs, die aus dem Kartenwesen hervorgegangen sind.

In der Folge wurde Jeschonnek am 01.09.1939 zum Generalmajor befördert, am 19.07.1940 zum General der Flieger, womit er den Rang eines Generalleutnants übersprang, am 01.03.1942 schließlich zum Generaloberst.

Am 19.08.1943 nahm er sich nach dem verheerenden Luftangriff auf Peenemünde das Leben. Um diesen Zusammenhang zu verschleiern, fälschte Göring nicht nur die Todesursache, sondern auch den Todestag. Lit.

Quellen: Axis Biographical Research, abgerufen am 30.06.2009

Kallab

Kallab Es könnte sich um Fritz Kallab handeln, der 1929-1935 Regisseur verschiedener kurzer Dokumentarfilme der Ufa war. Die Ufa bildete den Rechtsnachfolger der filmischen Aktivitäten Oscar Messter's. war 1918 im Ersten Weltkrieg als Hauptmann in der Unterabteilung "Versuche, Reparaturwerkstatt" (Teil der von Hauptmann Kühl geleiteten Versuchsabteilung) der Inspektion des Lichtbildwesens unter Hauptmann Drechsel tätig. Jäger 2007 S. 252

Am 15.06.1939 ist er Major und Referent in der Gruppe III (Ziviles Luftbild?) unter Ministerialrat Ewald in der Abteilung Luftbildwesen beim Chef des Ausbildungswesens (General der Flieger Kühl). Völker 1967 S. 305/306

Kallab erreichte den Dienstgrad Oberst Abt./Funktion ????? und hat 1964 noch gelebt. Jäger 2007 S. 252 unter Berufung auf Nachlass Carl Fink

Quelle: Eine aussagekräftige Quelle zu den übrigen Lebensdaten und Verwendungen?????

Kühl, Bernhard

Kühl als Generalleutnant (vermutlich Februar 1938) -- Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz, gefunden im Axis Biographical Forum am 29.07.2010Bernhard Kühl (25.05.1886 - 22.02.1946) trat am 28.02.1905 als Fähnrich in das preußische 140. Infanterieregiment ein. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg trat er in die Fliegertruppe über und wurde ab 01.07.1914 zum Flugzeug-Beobachter ausgebildet.

Nach verschiedenen Verwendungen in der Fliegertruppe wurde er am 17.10.1918 als Hauptmann Leiter der Versuchsabteilung der Inspektion des Lichtbildwesens (Idlicht) Jäger 2007 S. 252 und wurde im Dezember 1918 Nachfolger von Hauptmann Drechsel als Inspekteur der Idlicht Drechsel 1966 S. 88.

In der Zwischenkriegszeit, während der er in der geheimen Liste der Fliegeroffiziere des Reichsheeres geführt wurde Völker 1962 S. 255 (Anlage 15): Liste der Fliegeroffiziere des Reichsheeres nach dem Stand von 1.11.1930, hatte er verschiedene Verwendungen inne, darunter auch die des Offiziers z.b.V. bei der 2. Division; dies war die Tarnbezeichnung für den Fliegerverbindungsoffizier im Divisionsstab.

Am 01.02.1933 wurde er als Oberstleutnant Abteilungschef möglicherweise bereits Abt.-Chef der Abt. L 1 oder L 1 Heer des LS-Amtes im Reichswehrministerium.

Am 01.06.1933 (sp.) trat Kühl ins RLM über als Chef der Flieger-Führungsabteilung (LA 1) im Luftschutzamt (LA) und wurde am 01.04.1934 zum Oberst befördert. Völker 1967 S. 228 (Anlage 4: Besetzung der wichtigsten militärischen Planstellen im Reichsluftfahrtministerium, Stand 1. Juni 1933); Orion47 datiert diesen Wechsel – vielleicht aufgrund der Personalakte – auf den 01.09.1933 Nach einer Zwischenverwendung (01.10.1935 - 30.06.1937) als Befehlshaber des Luftkreiskommandos II, während der er am 01.04.1936 zum Generalmajor befördert wurde, war er vom 01.07.1937 bis zum 31.01.1938 Chef des Luftwaffen-Führungsstabes; als Chef der LA 1 sowie jetzt als Chef des LwFüSt war ihm Oberst (E) Ernst Drechsel mit der Gruppe Kartenwesen und Bildplanwerk des GenstLw unmittelbar unterstellt. Völker 1967 S. 260 (Anlage 33)

Mit seiner Beförderung zum Generalleutnant am 01.02.1938 wurde er Generalinspekteur der Luftwaffe; noch vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, am 01.02.1939, wurde er Chef des Ausbildungswesens der Luftwaffe und am 01.04.1939 General der Flieger. Ihm unterstand dabei u.a. die Abteilung Luftbildwesen – 1939 von Oberstleutnant d.G. Richard Schimpf geführt –, in der der ihm 1918 bereits unterstellt gewesene Kallab Dienst tat. Völker 1967 S. 304 (Anlage 57) Diese Position hatte er bis 21.07.1943 inne. s.a. Boog S. 596 (Anlage 4.1)

Am 28.10.1943, kurz vor seiner Verabschiedung am 31.d.M., erhielt er das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern. Axis History Forum, aufgesucht am 29.07.2010

Kühl starb am 22.02.1946 im russischen Kriegsgefangenenlager Sachsenhausen.

Quelle: Axis Biographical Research

Kragh, Gert

Oberleutnant Dipl.-Gärtner Gert Kragh (1911 - 1986) studierte von 1933 bis 1937 Pflanzensoziologie und arbeitet in den Semesterferien bei Tüxen, dem Begründer und Altmeister dieser Wissenschaft. In den späten 30-er Jahren war er Leiter der Naturschutzbehörde der Provinz Hannover.

Im Krieg wurde Kragh zur Luftwaffe eingezogen und bearbeitete Tarnungsfragen an der Westfront. Später wurde er zur Kriegsmarine versetzt und anschließend mit Tarnungsfragen an allen Fronten befasst Google Bücher S. 52, dieser und alle folgenden Links aufgesucht am 15.11.2010, also wohl beim Kommando Tarnung der Forschungsstaffel z.b.V., das ab April 1944 unter der Leitung von Kragh bestand und seinen Sitz in Paris hatte. Zu seinen Aufgaben zählte die Bearbeitung und Herausgabe von Tarnanleitungen, Lehrgänge über landschaftsgerechte Tarnung und die Zusammenarbeit mit OKM/MarRüst/PiWa und dem Festungspionierstab der Marine.

1946 wurde Kragh Landesbeauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege in Niedersachsen; 1954 bis 1962 war er als Oberregierungsrat Leiter der Bundesanstalt für Naturschutz und Landschaftspflege (BANL), die 1962 mit der Bundesanstalt für Vegetationskartierung zur BAVNL zusammengelegt wurde; Oberregierungsrat ist er dabei sp. 1954 bis mind. 1965 Google Bücher und Google Bücher S. 143 u.a.; 1971 Verwaltungsdirektor Rundlingsverein, vermutlich seine Position in der BAVNL, vgl. GB (=Geschäftsbericht?)); 1977 war er Mitbegründer der "Gesellschaft für Umweltfragen und Naturschutz e.V. Lüchow", Geschäftsführer des "Vereins für Agrarwirtschaft e.V." Landwirtschaft und Landschaftsplanung, aufgesucht am 15.11.2010, mit diesem Literaturhinweis: BUCHWALD, Konrad 1986: Erinnerung an Gert Kragh. Frühe Prägung und die Bussauer Zeit. In: Natur und Landschaft Heft 9, 319 - 320).

Quelle: Häusler S. __

Veröffentlichungen: Viele Veröffentlichungen von Kragh in Landwirtschaft und Landschaftsplanung, aufgesucht am 15.11.2010

Krause, Werner

Unteroffizier Dr. Werner vermutlich Krause war zeitweise Pflanzensoziologe beim ab Januar 1944 bestehenden Forschungskommando Süd der Forschungsstaffel z.b.V..

Quelle: Häusler S. __

Veröffentlichung:

Pflanzensoziologische Luftbildauswertung (Angewandte Pflanzensoziologie. Zentralstelle für Vegetationskartierung, Stolzenau/Weser 1955

Laer, Wilhelm von

Oberforstmeister Dr. Wilhelm bei Häusler S. 168 irrtümlich "Wolfgang", S. 172 richtig "Wilhelm" von Laer war ein Pionier der Verwendung von Luftbildern für forstliche Aufgaben.

Er war ab Juni 1944 forstlicher Verbindungsoffizier der Forschungsstaffel z.b.V. und hatte dort die Aufgabe, Verbindung zur Forstverwaltung zu halten, forstliche Unterlagen zu beschaffen und die forstliche Luftbildauswertung zu entwickeln.

Quelle: Häusler S. 168

Veröffentlichungen:

Forstmeister Wilhelm von Laer, Hansa Luftbild G.m.b.H. (Berlin, Flughafen): Luftbild Königswald: ein Führer zu der Sonderschau forstlicher Luftbildaufnahmen im Rittersaal der Krolloper am 27., 28. und 29. Juni 1939. Verlag Hansa Luftbild, 1939 gefunden bei Google Bücher am 13.09.2010

Lösche, Heinrich

Der Geograph Dr. Heinrich Lösche (geb. 15.09.1906, lebte 1972 noch) war ab 01.07.1935 als wissenschaftlicher Angestellter (im Status Reichsangestellter) Referent für Kartenwesen im RLM. Seine Aufgabe war der Aufbau des Fachgebietes Luftgeographie. Am 01.01.1939 wurde er zum Regierungsrat ernannt.

Generalmajor Drechsel lobte ihn in einer Beurteilung vom 05.03.1942: "Regierungsrat Dr. Lösche hat es verstanden, das ihm anvertraute Sondergebiet Luftgeographie so auf- und auszubauen, daß es zu einem wertvollen Hilfsmittel für den Einsatz der fliegenden Verbände wurde."

Sp. zum 06.02.1944 wurde das Referat zur Gruppe III erweitert. Mit diesem Datum ist Lösche in seiner Personalakte BA-ZNS Akte 20238 als Gruppenleiter nachgewiesen. Ob zu diesem Zeitpunkt die Gruppe tatsächlich erst geschaffen wurde und nicht etwa schon bestand, muss noch verifiziert werden. Am 01.07.1944 wurde Dr. Lösche zum Oberregierungsrat befördert.

Als es gegen Kriegsende keine Aufgaben mehr für ihn gab, meldete er sich am 17.01.1945 freiwillig zum Dienst mit der Waffe und kam als Gefreiter ROA zum Fallschirm-AOK in Gardelegen. Die Fallschirmjägertruppe war damals eine Waffengattung der Luftwaffe.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Dr. Lösche Studienrat Zeitschrift für Wirtschaftsgeographie. Band 1-2. Pick-Verlag 1957 S. 132, in Google Bücher, abgerufen am 04.12.2009, später Studiendirektor in Hamburg. Als solcher hat er im April 1972 an der zweiten deutsch-polnischen Schulbuchkonferenz teilgenommen. Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (Hg.): Die Behandlung der deutsch-polnischen Beziehungen im Geschichts- und Geographieunterricht. Braunschweig 1972, S. 26

Quelle: BA-ZNS Akte 20238

Disssertation:

Lassen sich die diluvialen Breitenkreise aus klimabedingten, diluvialen Vorzeitformen rekonstruieren? Hamburg : M. Riegel, 1930. Erscheint gleichzeitig als Diss. d. math.-naturw. Fakulät d. Hamburgischen Univ. scientificcommons.org, Deutsche Nationalbibliothek

Veröffentlichungen:

Die Talungleichseitigkeit im Erzgebirgsbecken. Geogr. Anzeiger, [Heft] 1, 1938 zit. in Mitt, naturwiss. Ver. Steiermark, Band 97, Graz 1967, S. 34 u. 38

Gesichtspunkte für die Bewältigung der geographischen Stofffülle im Unter- Mittel- und Oberstufenunterricht (1960). In: Ludwig Bauer: Erdkunde im Gymnasium. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1968, S. 134

Das Montandreieck Saarland - Lothringen - Luxemburg (1962). In: Ludwig Bauer: Erdkunde im Gymnasium. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1968, S. 166

Mahncke, Karl-Joachim

Dr. Karl-Joachim Mahncke 1981 -- Genehmigung angefragtOberstleutnant Dipl.-Geogr. Dr. Karl-Joachim "Charlie" Mahncke (geb. 09.04.1931) war nach seiner fliegerischen Ausbildung in Kanada Jagdbomberpilot auf der F-84. Während seiner Dienstzeit als Einsatzstabsoffizier bei der NATO (Ramstein/Kindsbach) beendete er sein Studium als Diplom-Geograph in Saarbrücken Prof. Sigfrid Schneider, im Zweiten Weltkrieg bei der Forschungsstaffel z.b.V., war nach dem Krieg im Amt für Landesplanung und Raumordnung in Bad Godesberg tätig und gab in Saarbrücken Seminare über Luftbildauswertung, an denen Mahncke teilnahm (E-Mail Dr. Mahncke vom xx.xx.2010).. Der LtrMilGeo wurde auf ihn aufmerksam und versprach ihm die Übernahme in den MilGeoDienst, wenn er noch promovieren würde. Dies tat er, den vorgesehenen Posten bekam er jedoch nicht. Es folgte eine weitere Verwendungen in der Nato. Dann wurde er zum Luftwaffenamt als Navigationseinsatzstabsoffizier als Nachfolger von Oberstleutnant Seese versetzt. Er hat diese Stelle, die 1985 die Bezeichnung "Stabsoffizier Militärisches Geowesen in der Luftwaffe (StOffzMilGeoLw)" erhielt, in seiner langen Dienstzeit außerordentlich geprägt. Unter seiner Leitung wurde u.a. die ZRadarBVLw zur NavUZflgWS ausgebaut, um die Produktion von TORNADO-Kartenfilmen aufnehmen zu können. Schließlich wurde er auf eigenen Antrag in die Laufbahn (der Offiziere) des Militärgeographischen Dienstes aufgenommen und durfte somit drei Jahre länger dienen. Mit dem 30.09.1991 wurde er zur Ruhe gesetzt; sein Nachfolger war Oberstleutnant Willert.

Quelle: Persönliche Mitt. an den Verfasser und dessen eigene Erlebnisse während der gemeinsamen Dienstzeit im Dezernat MilGeoLw; E-Mail vom 19.09.2010

Dissertation:

Methodische Untersuchungen zur Kartierung von Brandrodungsflächen im Regenwaldgebiet von Liberia mit Hilfe von Luftbildern Bibliographische Angaben: Mahncke 1973; Doktorvater: Prof. Hans(-)Günter Gierloff-Emden, der im Zweiten Weltkrieg Oberleutnant zur See und Uboot-Kommandant gewesen war.

Markgraf, Friedrich

Feldwebel Univ.-Prof. Dr. Friedrich vermutlich Markgraf (01.02.1897-08.03.1987), 1939 apl. Prof. an der Univ. Berlin, war Pflanzensoziologe beim ab Januar 1944 bestehenden Forschungskommando Süd der Forschungsstaffel z.b.V..

Quelle: Häusler S. __; Lexikon deutscher Bryologen, bei Google Bücher gefunden am 09.11.2010), bei Nowack "Fritz" (Nachlass Nowack, gefunden am 10.11.2010)

Moock, Hans von

Hans von Moock (geb. 16.09.1907, lebte 1977 noch), Sohn eines Vereideten Landmessers, studierte Geodäsie an der Technischen Hochschule in Berlin und trat 1934 nach der Zweiten Staatsprüfung für Vermessungsingenieure in die preußische Katasterverwaltung ein.

Ab 01.01.1939 wirkte er im Referat für Luftbildwesen des RLM unter Leitung von Dr. Aschenbrenner an richtungweisenden Entwicklungsarbeiten für die Anwendung der Photogrammetrie im Vermessungs- und Kartenwesen mit.

Am 15.06.1939 war von Moock als Assessor in der Gruppe III (Ziviles Luftbild oder Luftbildprüfung?) der Abteilung Luftbildwesen unter Dr. Ewald und Oberstleutnant d.G. Schimpf tätig Völker 1967 S. 306.

Nach Kriegsende war er bis 1949 in russischer Kriegsgefangenschaft.

Danach arbeitete er im Vermessungs- und Katasteramt der Stadt Wuppertal, ab 01.04.1956 als Dezernent beim Regierungspräsidenten Düsseldorf und ab 1961 als Referent (ab 1965 Ministerialrat) in der Gruppe Landesvermessung und Liegenschaftskataster im Innenministerium von Nordrhein-Westfalen. Er trat Ende Januar 1971 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand.

Quelle: ZfV 102 S. 431 (Nr. 9/1977)

Veröffentlichungen:

Die Reichskarten und ihre Verwendung. Die Verwendung der Übersichtskarte von Mitteleuropa 1:300000 und der Übersichtskarte 1:1 Mill. bei der Freiballonführung. Mitteilungen des Reichsamts für Landesaufnahme [Jg.] 11 (1935) [H.] 1 S. 46-52. Als Literaturangabe in: Geographischer Anzeiger: Blätter für den geographischen Unterricht, Band 36. Verlag J. Perthes, 1935 gefunden bei Google Bücher (s. Ziffer 816 Anfang) und (s. Ziffer 816 Ende) am 28.11.2010

Moedebeck, Hermann W. L.

Moedebeck -- aus +Albrecht 1974+Hermann Wilhelm Ludwig Moedebeck (1857 - 1910), ursprünglich Offizier der Fußartillerie, versuchte aufgrund seiner Erfahrungen im Ballondetachement Verständnis für die Notwendigkeit einer Fliegerkartographie zu wecken. 1888 schlug er eine Luftfahrtkarte vor, die Hindernisse, Luftwege und Landemöglichkeiten enthalten sollte. Von 1906 datiert sein Vorschlag, rote Hindernissymbole auf der vorhandenen Landkarte zu verwenden. 1907 wurde er zum Präsidenten der deutschen wie auch der internationalen Kommission für Luftschifferkarten gewählt. Das Erscheinungsjahr 1909 des Probeblatts "Cöln" seiner Luftschifferkarte 1:300.000 gilt als Geburtsjahr der heutigen Fliegerkarten.

Quelle: Albrecht 1974

Veröffentlichungen zitiert in: Eckert: Die Kartographie als Wissenschaft, S. 289 Fußnote 1, abgerufen am 04.12.2009:

Die Luftschiffkarte des Deutschen Luftschiffer-Verbandes. P. M. [Petermanns geographische Mitteilungen] 1909. Heft 10. Kartographischer Monatsbericht

Offizieller Bericht über den Stand der aeronautischen Landkarte von Deutschland Fundort????

Nietsch, Helmuth

Dr. Helmuth Nietsch (geb. 24.11.1890, lebte 1960 noch Geographisches Taschenbuch, gefunden am 15.11.2010), Geologe und Paläontologe, 1921 promoviert, wurde im gleichen Jahr Mitglied der Deutschen Geologischen Gesellschaft Google Bücher, gefunden am 15.11.2010, 1926 Mitglied der Palaeontologischen Gesellschaft Z.Palaeontol. Bd.7 Nr.1, gefunden am 15.11.2010, steckt höchstwahrscheinlich hinter dem "Geologen Dr. Nietsch" ein militärischer oder ziviler Rang ist bei Häusler S. __ nicht angegeben, der zusammen mit Dr. Pillewizer von Juli bis Dezember 1944 die Einsatzgruppe Lappland der Forschungsstaffel z.b.V. leitete. In Lapland erfolgte im wesentlichen eine Bildbefliegung mit He 111 und die Herstellung einer Karte zur Geländebeurteilung Vuotso in vier Blättern, von der aber nur ein einziges (!), nämlich das Blatt Lätäseno fertiggestellt wurde.

Quelle: Häusler S. __

Dissertation:

1921 DNB, gefunden am 15.11.2010

Veröffentlichungen:

über vorgeschichtliche Siedlungen u.a.

Nowack, Ernst

Dr. Ernst Nowack bei Häusler S. 97 "Nowack", jedoch S. 174 und gem. Nachlass Nowack (aufgesucht am 10.11.2010) bis 1919 "Nowak" geschrieben (09.10.1891 - 07.03.1946) war ein österreichischer Geologe. Er wurde 1914 promoviert, war gegen Ende des Ersten Weltkriegs von 1917 bis 1918 Kriegsgeologe in Albanien, verblieb offenbar dort oder wurde wegen seiner spezifischen Kenntnisse wieder dorthin gerufen und war 1922-1924 Landesgeologe der albanischen Regierung und Gründer den Albanischen Geologischen Dienstes. Auf der Grundlage seiner Arbeiten entstand im Maßstab 1:200.000 die erste geologische Karte Albaniens, die einschließlich einer eingehenden Beschreibung ihres Gebietes 1929 erschien Wikipedia, aufgesucht am 10.11.2010. 1923 habilitierte er sich. 1926 stand er im Dienst der türkischen Regierung.

Im Zweiten Weltkrieg ist Nowack wiederum auf dem Balkan als Hauptmann im Forschungskommando Süd der Forschungsstaffel z.b.V. Häusler S. __. Andere Quellen bezeichnen ihn als "Wehrgeologe auf dem Balkan" Nachlass Nowack, gefunden am 10.11.2010, "Wehrgeologe und Pionieroffizier" biographien.ac.at S. 161 und 162, aufgesucht 10.11.2010 bzw. "Stabsgeologe" gem. Geologische Rundschau Volume 31, Numbers 1-2, 110-111, mit der Anschrift "z. Z. Feldpost- Nr. 06 439", aufgesucht am 10.11.2010

Über seinen Verbleib nach dem Zweiten Weltkrieg, den er nur knapp überlebte, ist dem Autor (noch) nichts bekannt.

Quelle: Häusler S. __

Oberdorfer, Erich

Feldwebel Dr. Erich Oberdorfer Bild in Berichte der Reinhold-Tüxen-Gesellschaft (RTG) 1989, Band 1, abgerufen am 15.09.2010(1905-2002) wurde 1928 promoviert, war nach einem Forschungsprojekt ab 1931 an Oberrealschulen angestellt und wurde 1939 Konservator an der neu eingerichteten Landesnaturschutzstelle in Karlsruhe. In dieser Zeit bekam er einen Lerauftrag am Waldbau-Institut der Universität Freiburg.

Zu Kriegsbeginn wurde Oberdorfer zu einer Luftwaffen-Baukompanie einberufen. In seiner freien Zeit setzte er seine botanischen und vegetationskundlichen Aufnahmen und Veröffentlichungen fort. Als Unteroffizier in Kiew übersetze er ein russisches Pflanzenbestimmungsbuch. Ende 1943 wurde er auf Betreiben Tüxens zur Forschungsstaffel z.b.V. versetzt und arbeitete als Pflanzensoziologe beim ab Januar 1944 bestehenden Forschungskommando Süd, zunächst in Griechenland. Das bis September 1944 gesammelte Material verwendete er für seine Habilitationsschrift. Am 29.04.1945 wurde er gefangen genommen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Professor und erhielt ein Ehrendoktorat.

Quelle: Häusler bes. S. 175

Otremba, Erich

Der Geograph Leutnant Dozent Dr.habil. "Dozent" und "Dr.habil." ist nicht gleichbedeutend, aber meist gekoppelt und daher austauschbar, vgl. Wikipedia Erich Otremba (11.11.1910 - 11.04.1984) arbeitete ab 1941 bei der Organisation Todt (OT). 1942 wurde er habilitiert. Ab 1943 bis Kriegsende war er bei der Forschungsstaffel z.b.V., dabei ab ? bis Januar 1945 Leiter des Forschungskommandos Ost und ab Februar 1945 bis zum Kriegsende Leiter des Forschungskommandos West.

Nach dem Krieg wurde Otremba Professor, 1970 Ehrendoktor der Universität Erlangen-Nürnberg, 1972 Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften. 1975 wurde ihm eine Festschrift gewidmet, 1977 wurde er mit der Robert-Gradmann-Medaille ausgezeichnet.

Quellen: Häusler bes. S. 176; Wikipedia, abgerufen am 03.11.2011

Paschinger, Herbert

Der Geograph Regierungsrat Dr. Herbert Paschinger (1911 Tätigkeitsbericht..., aufgesucht am 27.10.2010 - 1992) wurde sp. 1935 promoviert (biologiezentrum.at, aufgesucht am 27.10.2010). Er wurde 1941 zur Luftwaffe eingezogen, war bis Oktober bei der Flak, anschließend bis Februar 1942 Wetterdienstsoldat, wurde im März 1942 aus dem Militärdienst entlassen, danach Beamtenanwärter und war schließlich vom 04.03. bis 31.03.1943 als Wetterdienstinspektor a.K. tätig. Anschließend erfolgten infanteristische Ausbildung und Einsatz vermutlich in einer Luftwaffenfelddivision. Im April 1944, vermutlich bereits in der Forschungsstaffel z.b.V., wurde er Regierungsrat a.K. Von Mai 1944 bis zum 12.05.1945 war er schließlich Leiter der Einsatzgruppen Laibach/Istrien und Radetzki im Forschungskommando Süd der Forschungsstaffel.

Die Nachkriegszeit sieht ihn 1948 als Dozent in Innsbruck und 1958-1981 als Universitätsprofessor in Graz.

Quelle: Häusler S. 176

Veröffentlichungen:

mit Dr. Helmut Riedl: Grundriß der Allgmeinen Kartenkunde - 1. Teil: Einführung in das Kartenverständnis und in die großen Kartenwerke. 3. neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck., 1967

u.a.

Pillewizer, Wolfgang

Dr. Wolfgang Pillewizer (04.07.1911 - 08.02.1999) studierte von 1930 bis 1935 Geographie und Naturwissenschaften an der Universität Graz. 1934 wurde er promoviert. 1937 arbeitete er als Assistent bei Richard Finsterwalder an der Technischen Hochschule in Hannover und nahm an Expeditionen zum Jostedalsbre in Norwegen und nach Spitzbergen teil. 1940 habilitierte er sich in Graz und wurde 1942 in Hannover Dozent für Kartographie und Geographie.

Ab 01.04.1942 leistete Pillewizer Wehrdienst, konnte aber schon im Mai 1942 wieder fachlich tätig werden, als er im Dienstgrad Schütze als Angehöriger des Sonderkommandos Dora unter Schulz-Kampfhenkel an einer Expedition in Nordafrika teilnahm. Anschließend in die Forschungsstaffel z.b.V. übernommen, wurde er Feldwebel Datum der Beförderung unbekannt und im Juli 1944 Leutnant. Er arbeitete zunächst in Einsatzgruppen in der Ukraine und in Lapland. Zuletzt war er als Kartenoffizier (Nachfolger von Bobek?) für die überwachung der Einheitlichkeit und die methodische Weiterentwicklung der Kartenproduktion verantwortlich.

Ab 1948 war er technischer Leiter der geographisch-kartographischen Anstalt in München Welcher? Nähere Info????. 1958 erhielt Pillewizer einen Ruf an die damalige Technische Hochschule Dresden und baute dort bis 1970 die Kartographie als selbständiges Studienfach mit eigenem Lehrstuhl und späterem Institut auf. Sein besonderes Interesse galt der Gletscherforschung. Er war Teilnehmer an Hochgebirgs- und Polarexpeditionen und leitete die ersten selbständigen Polarexpeditionen der DDR 1962 und 1964 nach Spitzbergen. Von 1971 bis 1981 war er Professor am Institut für Kartographie und Reproduktionstechnik der Technischen Universität Wien.

Nach Pillewizer wurde in den 1980ern ein Berggipfel der Venedigergruppe in Österreich benannt, wo er einige Forschungen betrieben hatte.

Quelle: Häusler bes. S. 176-178, Wikipedia, abgerufen am 21.07.2011

Veröffentlichung:

mit Erwin Boehm und Walter Brucklacher: Luftbildinterpretation und Geländevergleich. Boehm/Brucklacher/Pillewizer

Polland, Walter

Dipl.-Ing. Walter Polland (geb. 1914) war 1941-1942 Wissenschaftliche Hilfskraft, 1942-1944 Assistent am Lehrstuhl für Geodäsie I des Deutschen Technikums Prag Pavel Sisma: Ucitelé na Nemecké Technice v Brne 1849-1945, abgerufen am 10.09.2010

Danach wirkte Polland als Geodät und Photogrammeter im Dienstgrad Feldwebel beim Forschungskommando Süd der Forschungsstaffel z.b.V..

Quelle: Häusler S. __

Preising, Ernst

Dr. Ernst Preising Bild in Berichte der Reinhold-Tüxen-Gesellschaft (RTG) 1993, Band 5, abgerufen am 15.09.2010 hatte zunächst Garten- und Landschaftsgestaltung studiert und später Pflanzensoziologie und Standortkunde bei Prof. Tüxen. Nach dem Examen als Diplomgärtner 1939 wurde er 1940 zum Doktor der Landbauwissenschaften (Dr.agr.) promoviert. Anschließend arbeitete er bei Tüxen in der späteren Reichsstelle für Vegetationskartierung in Hannover.

Von Ende Mai bis November 1943 war Preising im Rang eines Sonderführers wissenschaftlicher Leiter der von R. Hölscher militärisch geleiteten Einsatzgruppe Russland Nord der Forschungsstaffel z.b.V..

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Preising von 1950 bis 1954 Lehrbeauftragter für Pflanzensoziologie an der TH Hannover. Am 01.04.1954 übernahm er die Leitung der Niedersächsichen Landesstelle für Naturschutz und Landschaftspflege und einen Lehrauftrag für Naturschutz. 1961 wurde Preising Honorarprofessor. Er engagierte sich u.a. im Verein Naturschutzpark e. V. für das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Historie des VNP, abgerufen am 04.10.2010

Quelle: Häusler S. 178

Dissertation:

Verwendung von Wildrasen für Straßenböschungen

Przybyllok, Erich

Der Geodät und Astronom Erich Przybyllok (30.06.1880 - 11.09.1954) wurde 1904 promoviert, war danach Assistent an verschiedenen deutschen Sternwarten, nahm 1911-1912 an der 2. deutschen Südpolarexpedition teil und arbeitete danach bis 1921 am Preußischen Geodätischen Institut in Potsdam heute Geoforschungszentrum Potsdam. Ab 1921 lehrte er an der Universität Königsberg und leitete die dortige Sternwarte bis zu deren Zerstörun 1944.

Ab wann er für das RLM arbeitete, konnte noch nicht festgestellt werden, sicherlich aber sp. ab dem genannten Zeitpunkt 1944. In der Liste der Vermessungsbeamten der Luftwaffe Thoma, Brief Hänschen bildet er zusammen mit dem Geodäten Kurt Rohnstock die Rubrik "Schweremessung und Astronomie", war also demnach vorrangig für die Astronomie zuständig. Da ferner im Dienst- und Stellenplan der 7.Abt. Dienst- und Stellenplan 7.Abt das Referat II C der Selbst.Grp.I Meß mit einem höheren und einem gehobenen Beamten besetzt und für "Astronomische und magnetische Meßverfahren, sowie sonstige wissenschaftliche Aufgaben" zuständig war, und weil darüber hinaus – mangels einer Alternative – anzunehmen ist, dass dieses Referat mit der o.g. Rubrik "Schweremessung und Astronomie" gleichzusetzen ist, muss geschlossen werden, dass Przybyllok Leiter des Referats II C der Selbst.Grp.I Meß war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Przybyllok dem Lehrkörper der Universität Köln an.

Quellen: Wikipedia, abgerufen am 24.05.2012

Veröffentlichungen:

siehe Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, abgerufen am 24.05.2012

Richter, Nikolaus Benjamin

Dr. Nikolaus Benjamin Richter (05.02.1910-26.11.1980) hatte Meteorologie und Astronomie studiert und arbeitete vom 28.08.1939 bis 28.08.1940 als Radiosonden-Meteorologe

Richter war 02.03.1942 bis 02.03.1943 mit dem Sonderkommando Dora, dem Vorläufer der Forschungsstaffel z.b.V., in Nordafrika, anschließend 1943-1945 als Sonderführer und Klimatologe in der Forschungsstaffel.

1950 führte Richter eine Sahara-Expedition der DDR durch. Anschließend arbeitete Richter bald wieder als Astronom an der Sternwarte Sonneberg und wurde Leiter des Karl-Schwarzschild-Observatoriums der Fa. Carl Zeiss Jena in Tautenburg bei Jena. 1966 wurde er Professor, 1975 trat er in den Ruhestand.

Quellen: Häusler S. 178; Würdigung durch den Freundeskreis Stadtarchiv Schneeberg, aufgerufen am 15.10.2010

Veröffentlichung:

Unvergessliche Sahara. VEB Brockhaus, Leipzig 1956 über die Wüstenfahrten mit dem Sonderkommando Dora; der militärische Hintergrund blieb jedoch unkenntlich;
2. erweiterte und ergänzte Auflage, belleville, München 1999

Auf dem Weg zur Schwarzen Oase. 1958 über die Sahara-Expedition von 1954;
2. erweiterte und ergänzte Auflage, belleville, München 2003

Rohnstock, Kurt Wilhelm

Dr. Kurt Wilhelm Rohnstock (geb. 24.08.1906) war Spezialist für Vermessungsgeräte. In der Liste der Vermessungsbeamten der Luftwaffe Thoma, Brief Hänschen bildet er zusammen mit dem Astronomen Prof. Przybyllok die Rubrik "Schweremessung und Astronomie", war also demnach vorrangig für die Schweremessung zuständig. Da ferner im Dienst- und Stellenplan der 7.Abt. Dienst- und Stellenplan 7.Abt das Referat II C der Selbst.Grp.I Meß mit einem höheren und einem gehobenen Beamten besetzt und für "Astronomische und magnetische Meßverfahren, sowie sonstige wissenschaftliche Aufgaben" zuständig war, und weil darüber hinaus – mangels einer Alternative – anzunehmen ist, dass dieses Referat mit der o.g. Rubrik "Schweremessung und Astronomie" gleichzusetzen und damit als Arbeitsplatz von Przybyllok und Rohnstock anzunahmen ist, dann wäre dieser also für magnetische Meßverfahren und sonstige wissenschaftliche Aufgaben zuständig gewesen, worunter dann auch die Schweremessung fallen kann.

Nach dem Krieg wurde Rohnstock Professor und leitete in Kiel ein "Institut für geodätische Vermesser". ___

Nach dem Krieg hat Dr. Rohnstock erst in England und ab März 1951 The Canberra Times vom 18.05.1951, S. 4 in Australien gearbeitet, zunächst für das Snowy-Mountains-Projekt und später für die National Land Authority.. ___

Quelle: Taylor 2007-2009 = Lebenslauf, zusammengestellt von David Taylor Oktober 2007, ergänzt Juli 2009

Dissertation:

...

Schimpf, Richard

Schimpf 1943 als Generalleutnant -- gefunden im +Lexikon der Wehrmacht+ am 29.07.2010Dipl.-Ing. Richard Schimpf (16.05.1897 - 30.12.1972) trat am 11.02.1915 als Fahnenjunker in die Bayerische Armee ein. 1925 absolvierte er in Fürth eine fliegerische Ausbildung. Vom 01.04.1926 - 31.08.1929 war er Bildoffizier beim Stab des Wehrkreiskommando VII. Vom 01.09.1929 - 30.09.1930 war er - offiziell außer Dienst - nach Lipetzk kommandiert.

Von 1930 - 1935 studierte Schimpf Vermessungswesen an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg und wurde am 31.01.1935 Diplom-Ingenieur.

Von 1935 - 1936 war er Staffelkapitän der Aufklärungsfliegergruppe Münster und zugleich Flugplatzkommandant in Münster-Loddenheide.

Schimpf war dann vom 01.03.1936 - 25.03.1940 Chef der Abteilung Luftbildwesen der Fliegerinspektion 1 bzw. des Chefs des Ausbildungswesens. Am 15.06.1939 war er mittlerweile Oberstleutnant des Generalstabes Völker 1967 S. 305. Zu diesem Zeitpunkt unterstanden ihm u.a. Fliegeroberstabsingenieur Dr. Aschenbrenner, Dr. Ewald und Assessor von Moock.

Am 01.08.1943 erreichte Schimpf den Dienstgrad Generalleutnant. In der Bundeswehr tat er nochmals als Generalmajor Dienst und war von 1957 - 1962 Befehlshaber im Wehrbereich III.

Quellen: http://www.forces70.freeserve.co.uk/Fallshirmjager/Richard%20Shimpf.htm, abgerufen am xxxx; Axis Biographical Research, abgerufen am 22.04.2013; Lexikon der Wehrmacht, abgerufen am 29.07.2010, Völker 1967 S. 262 und 305

Veröffentlichungen:

(mit Claudius Aschenbrenner) Untersuchungen über die spektrale Zusammensetzung der bei Luftaufnahmen wirksamen Strahlung. In: Zeitschrift für angewandte Photographie, Jg. 2 (1940) S. 41

Schmid, Hellmut Heinrich

cand.Ing. H.H. Schmid beim Bergsteigen in der Sächsischen Schweiz, ca. 1938 -- gefunden bei <a href='http://www.summitpost.org/area/range/152091/S-chsische-Schweiz.html'>summitpost.org</a> am 30.07.2010Prof. Dr.-Ing. H.H. Schmid, ca. 1976 -- +DGK 2002+ S. 290Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. Hellmut Heinrich Schmid (12.09.1914 - 27.04.1998) studierte von 1934 bis 1938 Vermessungswesen an der Technischen Hochschule Dresden, wo er anschließend als Wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Hugershoff arbeitete und schließlich 1941 zum Dr.-Ing. promoviert wurde.

Schmid war ab 1941 bei der Heeresversuchsanstalt Peenemünde AVN 1979 S. 193 und Mitt. seiner Tochter damit beschäftigt, die Flugbahnen der V 2 und V 1 photogrammetrisch zu vermessen. Da er aber auch bei Vermessungsstellen der Luftwaffe eingesetzt war, vor allem bei der Erprobungsstelle der Luftwaffe Peenemünde-West In der Liste der Vermesssungsbeamten der Luftwaffe gibt es zwei "Schmid"; vermutlich gehört der andere zum Feldluftgaukommando Kiew bzw. Charkow bzw. Feldluftgaukommando XXV und dieser mit der entsprechenden Erwähnung bei Thoma zu Peenemünde-Ost., ist anzunehmen, dass er zwar Angestellter gem. Mitt. seiner Tochter trug er keine Uniform des Heeres war, aber zur Luftwaffe vorübergehend abgeordnet wurde oder für sie in Amtshilfe tätig wurde.

Bei Kriegsende kam er in die USA, zunächst 1945 - 1950 zum US Army Ordnance Suboffice Rocket, Fort Bliss, El Paso (Texas), 1950 - 1962 zu den Ballistic Research Laboratories, US Army Aberdeen Proving Ground, Maryland, wo er 1955 basierend auf den neuen Elektronenrechnern die analytische Photogrammetrie entwickelte. 1962 - 1963 war Schmid wissenschaftlicher Berater des Direktors der US Army Geodesy, Intelligence, Mapping Research and Development Agency, ab 1963 wissenschaftlicher Berater beim Direktor des US Coast and Geodetic Survey in Rockville (Maryland), wo er in internationaler Kooperation mit Hilfe der PAGEOS-Satelliten ein weltumspannendes Triangulationsnetz aufbaute, dann Direktor für Forschung und Entwicklung beim US National Geodetic Survey. 1971 erfuhr er die Ehrenpromotion zum Dr.-Ing. h.c. der Universität Bonn. 1973 wurde er mit dem Group Achievement Award der NASA für die erfolgreiche Ausführung der photogrammetrischen Aufnahme des Mondes während der Apollo-Flüge ausgezeichnet. 1974 - 1984 war er Professor für Photogrammetrie an der ETH Zürich, 1984 trat er in den Ruhestand.

Quelle: VPK H. 9/1985 S. 281 ff. (Sonderheft zu Schmids 70. Geburtstag) - bei AGeoBw nicht gefunden?????; Karl-Rudolf Koch: Emeritierter Prof. Dr.-Ing., Dr.-Ing. E.h.Hellmut H. Schmid +. In: ZfV H. 8/1998 S. 282; DGK 2002 S. 290 f., abgerufen am 22.03.2010 Weitere, nicht eingesehene Literatur: DGK 25, S. 301; BuL (1979) S. 193; AVN (1988) S. 116; PFG (1998) S. 387; DGK Sitzungsbericht 1998, S. 29.

Dissertation:

Über die Modelldeformationen, hervorgerufen durch Restfehler der gegenseitigen Orientierung. TH Dresden 1941

Weitere Veröffentlichungen:

Schmid hat mehr als 100 Veröffentlichungen publiziert. VPK H. 9/1985

Schmithüsen, Josef

Geograph Dozent Dr. Josef Schmithüsen (30.01.1909 - 02.09.1984 Wikipedia, abgerufen am 13.09.2010 war 1940-1941 Dozent für Geographie in Bonn, 1941-1942 im RfL, Abteilung für Landeskunde.

1942-1943 leistete Schmithüsen Wehrdienst an der Ostfront. Ab November 1942 war er als Sonderführer Wissenschaftlicher Verbindungsoffizier, von September 1944 bis Januar 1945 Leiter der Einsatzgruppe West der Forschungsstaffel z.b.V..

Nach dem Krieg war

Quelle: Häusler S. __

Veröffentlichungen:

Schneider, Sigfrid

Dr. Sigfrid Schneider arbeitete zunächst als Geograph in der Gruppe MilGeo der Abt. für Kriegskarten und Vermessungswesen des OKH, diente dann als Soldat an der Ostfront, in der Heimat und in Frankreich und kam erst im November 1944 als Leutnant und Leiter des Forschungskommandos Ost zur Forschungsstaffel z.b.V..

Als das Amt für Landeskunde 1953 in die Bundesanstalt für Landeskunde überführt wurde, erhielt Sigfrid Schneider die Leitung der Abteilung III "Geographisch-landeskundliche Forschung und Landesbeschreibung". Später war Schneider wissenschaftlicher Direktor in der Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung in Bonn-Bad Godesberg und zugleich Professor an der Universität des Saarlandes. Er verfasste Schriften über Luftbildauswertung und Luftbildinterpretation und war Herausgeber (zusammen mit vielen seiner ehemaligen Kollegen aus der Forschungsstaffel) der Reihe "Landeskundliche Luftbildauswertung im mitteleuropäischen Raum".

Quelle: Häusler S. __

Veröffentlichungen:

Luftbild und Luftbildinterpretation, in: Lehrbuch der allgemeinen Geographie, Bd. 11, Walter de Gruyter & Co., Berlin 1974 Besprechung auf dänisch gefunden am 08.11.2010

Die geographische Verteilung des Großgrundbesitzes im östlichen, Pommern und ihre Ursachen, in: Forschungen zur deutschen Landeskunde, Band 39, Berlin 1942 bei Google bücher gefunden am 10.05.2012

und weitere

Schulz-Kampfhenkel, Otto

Leutnant Schulz-Kampfhenkel 1943 -- vorläufig Scan vom Titelbild +Häusler+, genehmigt durch BundesarchivLeutnant Schulz-Kampfhenkel 1943 -- vorläufig Scan vom TitelbildDr. Otto Schulz-Kampfhenkel (27.08.1910 - 21.08.1989) war Zoologe, Geograph und Forschungsreisender. Noch als Student unternahm er im Alter von 21 Jahren eine zoologische Expedition nach Liberia. Nach dem Studium der Geographie leitete er von 1935 bis 1937 die Deutsche Amazonas-Jary-Expedition, die u.a. von der noch jungen Luftwaffe unterstützt wurde Schulz-Kampfhenkel, Gerd Kahle: Rätsel der Urwaldhölle.

Er wollte gerne NSDAP-Mitglied werden, bewährte sich aber nicht. Hingegen gelang es ihm, in die Allgemeine SS Häusler S. ????? einzutreten, wo er es zum SS-Untersturmführer brachte. Gemäß Böhm 1999 wurde Schulz-Kapmpfhenkel noch SS-Obersturmführer.

19?? Gründung der Forschungsgruppe Schulz-Kampfhenkel, ab 19?? einfach Forschungsgruppe.

Am 02.05.1943 wurde der zwischenzeitlich zum Oberleutnant Boehm/Brucklacher/Pillewizer betonen, dass es in der Forschungsstaffel z.b.V. keine Angehörigen der Waffen-SS gab; Schulz-Kampfhenkel war also lediglich Angehöriger der Allgemeinen SS, deren Uniform er im Dienst als Luftwaffenoffizier, der er war, nicht tragen konnte. Er soll sie wohl bei seiner Hochzeit getragen haben. aufgestiegene, von Göring stets protegierte gem. Mitt. Theo Müller's vom Juli 2008 war er ein enger Freund Görings Schulz-Kampfhenkel zum Sonderbeauftragten für erdkundliche Fragen im Reichsforschungsrat Präsident: Göring ernannt. Böhm 1999 S. 19 In dieser Funktion schuf er aus einer Gruppe von Geologen, Geographen, Hydrologen und Pflanzensoziologen (Vegetationskundlern) die Forschungsstaffel z.b.V. des OKW. Im Gegensatz zur herkömmlichen militärgeographischen Arbeit in der Wehrmacht sollte die Gruppe rasch und effizient vor allem mit den Methode der Luftbildinterpretation und der Pflanzensoziologie Karten zur militärischen Beurteilung des Geländes herstellen.

Am 15.01.1944 heiratete er Charlotte Caulier-Eimbcke, die Schwester seines Mitarbeiters Günter Caulier-Eimbcke, die in der Forschungsgruppe Schulz-Kampfhenkel zusammen mit ihm Bibliothek, Foto- und Filmarchiv sowie die Zeichenarbeiten leitete Häusler S. 84. Die Geschwister Caulier-Eimbcke stammten aus einer Hamburger Schiffsmaklerfamilie Glüsing S. 231.

19?? Beitritt vieler Mitarbeiter der Forschungsstaffel zur Forschungsgruppe.

Ende 1944 wurde Schulz-Kampfhenkel durch Schmieder NS-Geograph und Mitherausgeber von "Lebensraumfragen europäischer Völker. Bd. I: Europa. Leipzig 1941.", wie dieser den Beiratsmitgliedern der Deutschen Geographischen Gesellschaft mitteilte, zum neuen Präsidenten dieser Gesellschaft bestimmt. Häusler erwähnt diese Funktion nicht; vielleicht bedeutet "bestimmt" nicht, dass es das Amt auch übernommen hätte.

Am Ende des Krieges Gefangenschaft und Verhör, hätte gerne gleich für die Alliierten weitergearbeitet.

Nach dem Krieg wandte Schulz-Kampfhenkel sich dem Natur- und Kulturfilm zu und gründete die WBF, die noch heute seine Filme an die Landesfilmstellen und Medienzentralen vertreibt.

Quellen: Wikipedia (de), Artikel Otto_Schulz-Kampfhenkel, abgerufen am 05.05.2009, Böhm 2000, zitiert von Fredrico Füllgraf auf einestages, abgerufen am 08.04.2009, Glüsing, Häusler

Schwabedissen, Walter

Walter Schwabedissen (16.06.1896 - 19.02.1989) trat als Fahnenjunker in die Feldartillerie ein. Am 27.01.1915 wurde er Offizier; kurz darauf trat er in die Fliegertruppe ein und wurde bis zum 20.07.1919 als Beobachter verwendet, u.a. in der 3. (Lb) Flieger-Abteilung. Für ein halbes Jahr trat er in die Feldartillerie (u.a. im Rahmen von Freikorps) zurück, am 31.01.1920 wurde er verabschiedet.

Kurze Zeit war er bei den Friedensverhandlungen in Versailles als Fliegeroffizier beschäftigt. Dann trat er in das Reichsheer ein und wurde zunächst Kavallerieoffizier, dann vom 01.03.1921-30.09.1923 Ordonnanz- und Bild-Offizier im Stab der 5. Division.

Schwabedissen war bereits als Hauptmann vom 01.10.1928-30.09.1931 am getarnten Aufbau der Luftwaffe beteiligt. Ab 01.04.1930 leitete er das Referat I der In 1 (als Nach-Nachfolger von Sperrle und Vorgänger von Jeschonnek). Völker 1962 S.173

1937 war Schwabedissen Hörer an der Wehrmacht-Akademie, einer der wenigen Hörer aus den Reihen der Luftwaffe, denen man im Gegensatz zu den Heeres- und Marine-Hörern zum Teil hervorragende Qualitäten nicht absprechen konnte. Boog S. 405 f., 677. Die Wehrmachrt-Akademie war allerdings auch beispielsweise von dem Heeresoffizier Vincenz Müller besucht worden, im Ersten Weltkrieg Leutnant geworden, später u.a. von 1940 bis 1943 Chef des Stabes des Armee-Oberkommandos 17, dem auch die 257. Infanterie-Division unterstand, in der mein Vaters diente, 1944 als Generalleutnant in sowjetische Kriegsgefangenschaft geraten, zuletzt von 1956 bis 1958 als Generalleutnant Stellvertreter des Ministers für Nationale Verteidigung und Chef des Hauptstabes der Nationalen Volksarmee.

Schwabedissen wurde im Zweiten Weltkrieg noch Generalleutnant und Kommandierender General der Deutschen Luftwaffe in Dänemark Boog S. 405 f., 677; Axis History Forum, abgerufen am 30.07.2010; seine Beförderung zum General der Flieger war für den 01.06.1945 vorgesehen.

Quellen: Absolon S. 34 u. 72, Axis Biographical Research, abgerufen am 30.06.2009

Seese, Karl-Friedrich

Karl-Friedrich Seese -- aus der +Fotosammlung LwA Abt GeoInfoW+Karl-Friedrich Seese begann seine fachliche Tätigkeit als Dezernatsleiter MilGeo bei der LwGrp Süd. Er baute die ZRadarBVLw auf, um die F-104 STARFIGHTER mit Radarvorhersagebildern für die Tiefflugnavigation versorgen zu können. Als Dezernatsleiter MilGeo im Luftwaffenamt (Nachfolger von Diestel) koordinierte er diese Aufgabe auch mit einer zunehmenden Anzahl von Alliierten. In diesem Rahmen veranstaltete er "Tagungen in landschaftlich schöner Umgebung, bei denen nichts herauskam" Vortragsnotiz General Flugsicherheit in der Bundeswehr für Amtschef Luftwaffenamt vom 11.10.1976. Bis 1973 versuchte er vergeblich, sein Dezernat zu einem Fachkommando Navigation auszubauen, das Militärische Geowesen als Teilgebiet der Navigation zu definieren und schließlich aus der Struktur des Militärgeographischen Dienstes und der fachdienstlichen Unterstellung unter den LtrMilGeo vollkommen auszubrechen. Erst sein Nachfolger Dr. Mahncke beendete diese Bestrebungen 1979 offiziell. Erst nach dem Ende des in dieser Studie behandelten Zeitraums, nämlich im Nachfolgedienst GeoInfoDBw, wurde die Navigation – nun aber als Teilgebiet des Geowesens – erneut aufgegriffen.

Quelle: Aktensammlung des Dezernats MilGeoLw im LwA

Sperrle, Hugo

Hugo Sperrle 1935-36 als Generalmajor -- von +Wikimedia Commons+ Hugo Sperrle (07.02.1885 - 02.04.1953) ist am 06.07.1903 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regimant 126 eingetreten und wurde am 18.10.1904 zum Leutnant befördert. Nach verschiedenen Verwendungen wurde er am 02.08.1914 zur Fliegertruppe versetzt. Später (Anfang 1918?) war er Kommandeur der Flieger (Kofl) bei der 7. Armee. Frontflieger.de Stand 27.01.2011

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er in das Reichsheer übernommen und ab dem 01.03.1925 gem. Völker 1962 S. 136 schon 1924??? So hatte ich zumindest exzerpiert. im Reichswehrministerium verwendet, wo er bis 15.08.1927 als Hauptmann (ab 01.10.1926 Major) und Leiter des Referats I (als Nachfolger von Wilberg und Vor-Vorgänger von Schwabedissen) und anschließend bis 31.01.1929 als Major und Gruppenleiter der Luftschutz- (Flieger-) gruppe T 2 V (L) (wiederum als Nachfolger von Wilberg; als Gruppenleiter folgte ihm Felmy) an der Aufstellungsplanung der noch getarnten Luftwaffe entscheidend mitwirkte. Völker 1962 S. 136, 162, 173

Am 28.02.1934 ist er aus dem Reichsheer ausgeschieden und in den Dienstbereich des RLM übergetreten.

Sperrle war vom 01.04.1934 bis zum 31.05.1935 in Personalunion Kommandeur der 1. Fliegerdivision und Kommandeur der Heeresflieger. Die Kommandos der 1. Fliegerdivision und der Heeresflieger wurden am 01.04.1934 gleichzeitig aufgestellt und am 31.05.1935 zugunsten der neuen Luftgaukommandos wieder aufgelöst. Der Aufstellungsbefehl ist zugleich ein Beleg für die Existenz einer Kartenstelle im RLM. Völker 1967 S. 36 f.

Im spanischen Bürgerkrieg war er Befehlshaber der Legion Condor.

Im Zweiten Weltkrieg führte er von 1939-1944 die Luftflotte 3, erhielt das Ritterkreuz und wurde am 19.07.1940 vom General der Flieger unmittelbar zum Generalfeldmarschall befördert.

Bei Kriegsende geriet er in alliierte Kriegsgefangenschaft, wurde im Prozess gegen das OKW in Nürnberg angeklagt, aber als Einziger neben Generaladmiral Schniewind freigesprochen. Lexikon der Wehrmacht, abgerufen am 30.07.2010

Sperrle war übrigens ein warmherziger Mensch, trotz seines harten, martialisch, fast brutal wirkenden Ausssehens. Cooper S.87

Quellen: Absolon S. 16 u. 112; Axis Biographical Research, abgerufen am 17.05.2010; Wikipedia, abgerufen am 22.11.2010

Steinlein, Hans

Der Geologe Oberleutnant Dozent Dr. vermutlich Hans Steinlein (1911-1945) war Leiter von Einsatzgruppen der Forschungsstaffel z.b.V..

Quelle: Häusler S. __; "Hans Steinlein zum Gedächtnis" - A biographic sketch and list of publications of the German geologist Steinlein (1911-1945); Schriften

Tabken, Hans

Der Pflanzensoziologe Hauptmann Studienrat Johann "Hans" Tabken (geb. ca. 1900) war von Januar bis März 1945 Leiter der Einsatzgruppe Oder der Forschungsstaffel z.b.V..

1947-1965 war Tabken Leiter des Botanischen Gartens Oldenburg, der ab 1966 von Reinhold Tüxen konzipierte pflanzensoziologische Abteilungen erhielt. Marina Fischbeck-Eysholdt: Der botanische Garten als Ort für Umweltbildung. (Diss.) Oldenburg, 2001, gefunden in der Deutschen Nationalbibliothek, aufgerufen am 21.10.2010

Quelle: Häusler S. __

Treitschke, Curt

Curt Treitschke Weihnachten 1916 -- erhalten von Michael +Ramme+Der Geodät Dr. Curt Erwin Franz Gustav Treitschke (08.05.1872 - 20.01.1946) trat am 01.04.1892 in die sächsische Armee ein, wurde am 25.06.1893 Offizier, besuchte 1901-1904 die Kriegsakademie und war zwischen 1907 und 1910 für zwei Jahre zur Topographischen Abteilung der Königlich Preußischen Landesaufnahme kommandiert. 1914 scheint er kurz in der Abteilung für Landesaufnahme des sächsischen Generalstabs tätig gewesen zu sein. Im Verlaufe des Ersten Weltkriegs war er von Sept. 1915 bis Mai 1917 Führer der Vermessungsabteilung 12 und hat am Aufbau des Kriegsvermessungswesens mitgewirkt Ramme 2009; während dieser Zeit wurde er 1916 Major. Der Sept. 1917 sah ihn als Kommandeur der Vermessungstruppen 2 (Südost). Nach einer abenteuerlichen Rückführung von Truppen aus Rumänien wurde er Ende 1918 als Major im Königlich Sächsischen Generalstabe Vorstand der Abteilung für Landesaufnahme des sächsischen Generalstabs. Treitschke 1918 -- Ausschnitt aus dem Gruppenfoto der +OMV+-Sitzung Diese hatte er bereits vom 25.02. bis 01.03.1918 auf der ersten (und einzigen) Gesamtsitzung der "Obersten militärischen Vermessungsstelle im Deutschen Reiche und in seinen Schutzgebieten" vertretenen OMV. Am 30.09.1919 als char. Oberstleutnant zur Disposition gestellt, leitete er ab dem 01.10.1919 die nun zivile Sächsische Landesaufnahme bis 10.07.1921. Ramme 2009, Albrecht 1969; am 11.07.1921 entstand das Reichsamt für Landesaufnahme mit der "Zweigstelle Landesaufnahme Sachsen" (Müller/Hubrich S. 10)

Von 1921 bis 1923 studierte Treitschke und wurde promoviert.

Ab Mitte der 30er Jahre gem. Ramme 2009 1935, Albrecht 1969 ab 1935/36, gem. BA-ZNS Akte 41134 seit Anfang 1937 war er als Angestellter in der 9. Abteilung des Generalstabs des Heeres Referent für Ausbildung. Albrecht 1969

Curt Treitschke als Oberstleutnant, 1939 (klicken für Originalgröße) -- erhalten von Michael +Ramme+Ab März 1936 war er zusätzlich, d.h. nebenamtlich Lehrer an den Luftkriegsschulen Gatow und Werder. Nach seiner regulären Zurruhesetzung wurde er am 01.01.1938 im RLM erneut als Angestellter eingestellt. Er war dort als Referent (Referat 5 bzw. IV der Gruppe Kartenwesen bzw. der 7. Abteilung des Generalstabes der Luftwaffe) zuständig für die Ausbildung in Luftgeographie (auch Luftwaffenerdkunde genannt) und im (Luftwaffen-) Kartenwesen. Gleichzeitig hielt er bis 1942 als Lehrer selbst Unterricht an Luftkriegsschulen Gemäß seiner Personalakte BA-ZNS Akte 41134 war sein Referat nur deswegen nicht – wie alle anderen Referate – zur Gruppe erhoben worden, weil er aufgrund seines Ausbildungsauftrags fast nie in der Dienststelle anwesend war.. Am 26.08.1939 wurde er zum aktiven Wehrdienst einberufen, wurde am 01.11.1939 char. Oberstleutnant z.V. und am 01.03.1940 char. Oberst z.V. Auf heftiges Drängen seines Abteilungsleiters, Generalmajor Ernst Drechsel, und gegen den Widerstand des Personalamtes wurde er trotz Nicht-Vorliegens der Voraussetzungen Welche das waren, bleibt offen. am 01.04.1942 mit 70 Jahren zum Oberst z.V. befördert. Wegen seines hohen Alters konnte er kurz zuvor, am 22.03.1942, das Goldene Offiziersjubiläum feiern. Am 30.11.1942 wurde er aus dem aktiven Dienst entlassen, war danach aber noch als Reichsangestellter Lehrer für Kartenkunde bei der Luftkriegsschule Gatow. BA-ZNS Akte 41134

Treitschke gehört damit zu den Fachdienstangehörigen mit einer besonders hohen Zahl von Dienstjahren.

Die folgende Tabelle zeigt Widersprüche zwischen den Quellen auf:

Ereignis Personalakte BA-ZNS Akte 41134 Bio­graphie Ramme 2009 Kurzbio­graphie Albrecht 1969 S. 79
Ernennung zum Offizier (Sekonde­leutnant) 22.03.1892 zurückgerechnet vom Jubiläumstag, vielleicht 1893 rückwirkend als Rangdienstalter festgesetzt? 1893 25.06.1893
Angestellter in der 9. Abt Genst H Anfang 1937 1935 1935/36
wird fortgeführt ... ... ...

Dissertation:

Kartographischer Ausdruck für tektonische und morphologische Verhältnisse mit besonderer Berücksichtigung der Formen des Elbsandsteingebirges. 10 Bl., 130 S. m. Karten u. Anlagen leider nur noch in Teilen verfügbar. Auszug in: Jahrbuch d. Phil. Fak. Leipzig. 1923,1. S. 159-160. Ferner in der Deutschen Bücherei Frankfurt, nur als Auszug vorhanden: Leipzig, Phil. Diss. v. 21. Febr. 1923 [1924], Signatur: ZB 12734 -1923, 1

Weitere Veröffentlichungen:

Der Rückmarsch aus Rumänien. Verlag der Buchdruckerei der Wilhelm und Bertha v. Baensch Stiftung, Dresden 1938

Deutschösterreich, das Land, seine Geschichte und seine Wirtschaft. Verlag Bernard & Graefe, Berlin 1938

(Hg.: Luftwaffenführungsstab Ic/VIII) Griechenland. Verlag Scherl, Berlin 1941

Die Karte als Waffe. In: Reichsoffizierblatt Nr. 12-13/1941 S. 268f. Treitschke 1941a

Die Fliegerkarte. In: Reichsoffizierblatt Nr. 28/1941 S. 537 Treitschke 1941b

Kriegführung und Karte. In: Petermanns Geographische Mitteilungen 1941, Heft 6 S. 225-226 Treitschke 1941c

Kartenkunde unter besonderer Berücksichtigung der Belange der Luftwaffe. Verlag Bernard & Graefe, 1936 (Copyright) bzw. 1940 (1. Auflage) - 1942 (4. Auflage) Treitschke 1942

Walther, Kurt

Dr. Kurt Walther war Unteroffizier im Forschungskommando Süd der Forschungsstaffel z.b.V. Über seine vorherige Tätigkeit ist (noch) nichts bekannt.

Nach dem Krieg (sp. 1956 - mind. 1959) arbeitete er bei der Bundesanstalt für Vegetationskartierung, Stolzenau/Weser vgl. Walthers u.a. Schrift sowie Reinhold Tüxen (Hg.): Bericht über das Internationale Symposion für Vegetationskartierung vom 23.-26.3.1959 in Stolzenau/Weser. Verlag J. Cramer, 1963, gefunden bei Google Bücher, aufgesucht am 27.10.2010).

Quelle: Häusler S. __

Veröffentlichung:

Kurzer Bericht über das Internationale Symposion Pflanzensoziologie/Bodenkunde in Stolzenau/Weser, 1956, in: Plant Ecology Volume 8, Numbers 5-6, 384-393 gefunden bei SpringerLink, aufgesucht am 27.10.2010)

Wilberg, Helmuth

Helmuth Wilberg als Stabsoffizier -- Bild entnommen aus +prop+Helmuth Schreibung gem. Bundesarchiv und Grabstein, auch "Helmut", gem. Frontflieger.de "Hellmuth"; alle Stand 27.01.2011 Wilberg (01.06.1880 - 20.11.1941) war bereits vor dem ersten Weltkrieg bei der Fliegertruppe. Er wurde 1900 Leutnant, 1909 Oberleutnant, 1913 Hauptmann. Akten der Reichskanzlei, Biographien: Wilberg, Helmuth, abgerufen am 17.06.2009 Bei Kriegsausbruch, sp. 1915 war er Kommandeur der Feldflieger-Abteilung 11, später (Anfang 1918 Frontflieger.de Stand 27.01.2011) als Hauptmann Kommandeur der Flieger (Kofl) bei der 4. Armee. Fliegergräber, abgerufen am 11.02.2009

1918-1919 arbeitete Wilberg im Preußischen Kriegsministerium Akten der Reichskanzlei, Biographien: Wilberg, Helmuth, abgerufen am 17.06.2009. Insbesondere diente er 1919 dem deutschen Militärsachverständigen bei den Friedensverhandlungen in Versailles, General von Seeckt, als Berater in Fliegerfragen. Dieser wurde 1919 Chef des Truppenamtes (TA), des getarnten Generalstabs des Reichsheeres, und richtete zum 01.03.1920 ein Luftschutzreferat TA (L) ein, als dessen Referent Wilberg im Geheimen den Aufbau der neuen Luftwaffe begann. 1924 wurde dieses Referat zu einer Gruppe erweitert und Wilberg (seit 01.06.1921 Major) Gruppenleiter (und zugleich Referent I, bis am 01.03.1925 Hauptmann Hugo Sperrle diese Aufgabe übernahm) bis zu seiner Versetzung am 15.08.1927. Völker 1962 S. 126f., 136. Ab Anfang 1925 bestand die Gruppe sogar offiziell unter der Bezeichnung T 2 III (L) Völker 1962 S. 144, musste aber bereits im Herbst Völker 1962 S. 242 aufgrund alliierten Einspruchs offiziell wieder aufgelöst werden und arbeitete danach wieder getarnt unter der vorherigen Bezeichnung TA (L). Anfang 1927 stimmte die Interalliierte Militär-Kontroll-Kommssion (IMKK) der Errichtung eines Luftschutzreferates zu, so dass die Gruppe ab ca. 01.04.1927 (Datum der Beförderung Wilbergs zum Oberstleutnant) als T 2 V (L) offiziell in Erscheinung trat Völker 1962 S. 161. Ab 15.08.1927 wurde der nunmehrige Major Sperrle sein Nachfolger.

Wilberg wurde am 01.04.1927 Oberstleutnant, 1929 Oberst, 1932 Generalmajor, 1935 char. Generalleutnant, 1936 Generalleutnant; 01.04.1936 bis 30.09.1937 war er Kommandeur der Luftkriegsakademie und Verfasser der Dienstvorschrift "Luftkriegsführung" Cooper S. 45. 1938 erhielt er den Charakter eines Generals der Flieger, 1940 wurde er zum General der Flieger befördert. Er kam am 20.11.1941 bei einem Flugzeugabsturz, auf dem Weg zur Beerdigung von Ernst Udet, ums Leben. Akten der Reichskanzlei, Biographien: Wilberg, Helmuth, abgerufen am 17.06.2009; Absolon S. 78

Quelle: Axis Biographical Research, abgerufen am xxxx

Willert, Ernst

Ernst Willert als Oberstleutnant. -- Veröffentlichungsgenehmigung siehe +Willert VG+Ernst Willert (geb. 26.05.1937) trat am 16.04.1958 als Offizieranwärter in die Luftwaffe ein und wurde am 02.04.1960 zum Leutnant ernannt. In den Jahren 1960-1961 erhielt er in den USA eine fliegerische Ausbildung zum Jagdflugzeugführer auf T-34, T-37, T-33 und F-84F und 1962 eine Umschulung auf F-104 "STARFIGHTER". Von 1961 bis 1967 war er Einsatz­flugzeugführer und Flugsimulator­offizier und anschließend bis 1970 Einsatz­stabsoffizier beim Jagdbombergeschwader 33. Von 1970 bis 1974 war er beim LwA Simulator-Projektoffizier und danach bis 1981 beim Luftflottenkommando Projektoffizier für den damals neuen Jagdbomber "TORNADO". Während dieser Zeit erhielt er 1975 in den USA eine Umschulung auf F-4F "PHANTOM", die er als Inübunghalter bei den Jagdbombergeschwadern 35 und 36 flog.

Ab 1982 arbeitete er bei der USAF Space Division in Los Angeles (Kalifornien, USA) auf dem bahnbrechenden Gebiet der Satellitennavigation, des Global Positioning System (GPS). Dabei war er von 1982 bis 1985 als deutscher Luftwaffen­vertreter an der GPS-Empfänger­entwicklung beteiligt und anschließend bis 1988 Leiter des NATO GPS Entwicklungs­teams. USAF News Release Nr 87-007 vom 16.04.1987, abgerufen am 10.06.2011

Von 1988 bis 1992 war er nochmals mit Jagdflugzeugen befasst, und zwar als Referent für die Entwicklung des "EUROFIGHTER" beim Führungsstab der Luftwaffe im Bundesministerium der Verteidigung.

Die Tätigkeit auf dem Gebiet der Satellitennavigation prädestinierte ihn in den Augen des LtrMilGeo zur Übernahme der Funktion als Stabsoffizier Militärisches Geowesen in der Luftwaffe (StOffzMilGeoLw), die er vom 01.10.1991 (als Nachfolger von Oberstleutnant Dr. Mahncke) bis zur Versetzung in den Ruhestand am 30.09.1993 innehatte. Sein Nachfolger wurde Oberstleutnant Bölke.

Quellen: E-Mail vom 28.04.2009 sowie seine Mitt. an den Verfasser und Erlebnisse des Verfassers während der gemeinsamen Dienstzeit im Dezernat MilGeoLw

Statistik nach Fachrichtungen und Statusgruppen

Ausgewertet werden nur die auf dieser Seite besprochenen Personen. Nicht vollständig enthalten sind daher die Beamten der Luftwaffenvermessung und das Luftbildpersonal vor 1920 bzw. vor Übernahme in die 7. Abt. sowie das Personal der Forschungsstaffel z.b.V.

Statusgruppe / Spitzenpersonal / Wissenschaftler jeweil. 
Su. 
Photogrammetrie 
und Bildwesen
Vermessung  Kartographie  Geographie  Geologie vor allem bei der Forschungsstaffel z.b.V.   Pflanzen- 
sozio­logie nur bei der Forschungsstaffel z.b.V.
Sonstige Beinhaltet 4 Offiziere und spätere Generale der Reichswehr ohne einschlägige Fachausbildung, in deren Aufgabenbereich die fachlichen Aufgaben fielen, ohne dass ihnen entsprechendes Fachpersonal zur Verfügung stand, und 2 Offiziere der Bundeswehr ohne einschlägige Fachausbildung, die als Leiter des Fachdienstes in der Luftwaffe (StOffzMilGeoLw) eingesetzt waren.   gesamt            
Soldaten  Zivilpersonal  Ingenieurkorps   
- davon Generale auch wenn erst nach der hier interessierenden Fachtätigkeit General geworden - davon Minis­terial­räte u. höher einschl. österr. Hofrat und höher  Generalingenieure kommen im betrachteten Fachbereich nicht vor.  
- davon Unter­offi­zie­re und Mann­schaften in Fachtätigkeiten nur bei der Forschungsstaffel z.b.V. - davon mittlere und einfache Beamte und vergleichbare Angestellte    
- davon promovierte Wissenschaftler Dr. und Dr.-Ing.  
  - von diesen Professoren auch wenn erst nach der hier interessierenden Fachtätigkeit Professor geworden  

Kooperierende Wissenschaftler, wissenschaftliche Firmen und Dienststellen

In diesem Abschnitt werden Wissenschaftler, wissenschaftliche Firmen und Dienststellen vorgestellt, die selbst nicht zum militärischen Bereich gehören, auf die aber in den Biographien und Texten Bezug genommen wird. Die Nachforschungen, die der Studienautor hinsichtlich dieser speziellen, der Allgemeinheit eher unbekannten Personen und Stellen betrieben hat, sollen der Leserschaft erspart bleiben.

Kartogr. Anstalt Richard Enderich

Richard Enderich, Angehöriger des Nautischen Departements des Reichsmarineamts, gründete seine Firma als Hydro-Kartogr. Anstalt von Richard Enderich in Berlin vgl. Kartenmuster in der National Library of Australia (-Steglitz) im Jahre 1911, als die Aufgabe des Nautischen Departements, in kürzester Zeit ein weltweites Seekartenwerk zu erstellen, mit dem dortigen Personal nicht mehr zu bewältigen war und vergeben werden musste. Während des Aufbaus der Luftwaffe vor dem Zweiten Weltkrieg hat die Firma Luftnavigationskarten im Maßstab 1:2.000.000 (alter Art) geliefert.

Dienststellen für Vegetationskartierung

Sp. in den 30er Jahren wurde die Provinzialstelle für Naturschutz in Hannover Wikipedia gegründet.

sp. 1931 Arbeitsstelle für Theoretische und Angewandte Pflanzensoziologie falls Häusler S. 178 damit wirklich eine Dienststellen-Bezeichnung und nicht nur -Beschreibung meint,

1938 umbenannt in Reichsstelle für Vegetationskartierung Häusler S. 178,

1939 umbenannt in Zentralstelle für Vegetationskartierung des Reiches (ZfV) (spätestens dann in Stolzenau/Weser) Häusler S. 170,

1953 Bundesanstalt für Vegetationskartierung (25 Jahre unter Leitung von Tüxen Wikipedia),

1962 Zusammenlegung mit der Bundesanstalt für Naturschutz und Landschaftspflege (BANL, Leiter: Gert Kragh) und Umbenennung in Bundesanstalt für Vegetationskunde, Naturschutz und Landschaftspflege (BAVNL).

1975 Umbenennung in Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie.

1993 Gründung des Bundesamtes für Naturschutz. Das Bundesamt für Naturschutz und seine Geschichte, abgerufen am 15.10.2010. -

Das mit Tüxen und der Vegetationskartierung verbundene Fachgebiet Pflanzensoziologie war eine wesentliche Grundlage für die Arbeit der Forschungsstaffel z.b.V..

Reinhold Tüxen

Prof. Reinhold Tüxen Ein Foto Tüxens aus späteren Jahren befindet sich auf der Website der Stadt Rinteln. (21.05.1899 - 16.05.1980) war der Begründer der Angewandten Pflanzensoziologie mehr siehe Wikipedia, abgerufen am 10.05.2012. Er arbeitete in den 30er Jahren für die Provinzialstelle für Naturschutz in Hannover und leitete später 25 Jahre lang die daraus hervorgegangene Bundesanstalt für Vegetationskartierung.

Zahlreiche Pflanzensoziologen aus der Schule von Tüxen gehörten der Forschungsstaffel z.b.V. an Häusler S. 175, u.a. die in der vorliegenden Studie erwähnten Richard Hansen, Gert, Kragh, Erich Oberdorfer, Ernst Preising, Hans Tabken und Kurt Walther. Tüxen selbst war nicht beim Militär tätig.

Dienststellen für Landeskunde

1935 erfolgte die Gründung der Reichsstelle für Raumforschung, die 1940 um die Abteilung für Landeskunde erweitert wurde. Wikipedia, aufgerufen am 14.05.2012

Ab 1941 gab es die Abteilung für Landeskunde des Reichsamtes für Landesaufnahme gem. René Pfahlbusch: Die Landesaufnahme in Ostdeutschland 1934-1945. In: KN 62. Jg. H. 2/2012 S. 65-71 (hier: S. 66). Pfahlbusch berichtet auch, dass die Abteilung für Landeskunde im August 1943 nach Worbis im Eichsfeld ausquartiert wurde. Ob es sich um die frühere Abteilung der Reichsstelle handelt, ist noch zu klären. als Instrumente der nationalsozialistischen "Volk ohne Raum"-Ideologie.

1945 aufgelöst, wurden sie als Institut für Landeskunde und Institut für Raumforschung Ende der vierziger Jahre wiederbegründet; sie dienten den Alliierten für landeskundliche Erhebungen und der jungen Bundesrepublik als Steuerungsinstrument für die Integration von Flüchtlingen:

Durch den Freistaat Bayern unterhaltener Zentralausschuss für Deutsche Landeskunde (?),

später Amt für Landeskunde,

ab 1947 Abteilung für Landeskunde unter alliierter Leitung,

1953 Bundesanstalt für Landeskunde Sigfrid Schneider erhält die Leitung der Abteilung III "Geographisch-landeskundliche Forschung und Landesbeschreibung"; Emil Meynen wird 1956 Leiter der Bundesanstalt, wenn Wikipedia, aufgesucht am 14.04.2012, richtig interpretiert wurde,

1959 Institut für Landeskunde. wissen.de, aufgesucht am 08.11.2010 Das Institut unterhielt u.a. eine Luftbildsammlung. gem. Amazon.de, aufgesucht am 08.11.2010

Am 01.01.1973 wurde das Institut für Landeskunde mit dem Institut für Raumforschung zur Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung (BfLR) zusammengeschlossen. Möglicherweise infolge dieser Zusammenlegung verlor der geographische Ansatz der Landeskunde in den siebziger Jahren zunehmend an Bedeutung und wurde zugunsten einer sozialwissenschaftlich orientierten Raumordnung weitgehend aufgegeben. Diesen Bedeutungsverlust bestreitet "elop" in der Wikipedia, aufgesucht am 14.04.2012.

Am 01.01.1998 entstand durch die Zusammenlegung mit der Bundesbaudirektion das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), wobei die ehemalige BfLR den Wissenschaftlichen Bereich des BBR bildete.

Am 01.01.2009 entstand durch Zusammenfassung des Wissenschaftlichen Bereichs des BBR mit dem Institut für die Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken e.V. (IEMB) das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im BBR.

Langjähriger Leiter der landeskundlichen Institutionen war ab 1941 und wiederum an sp. 1956 Emil Meynen. Viele Mitarbeiter gehörten der Forschungsstaffel z.b.V. an, u.a. Harry Hiller, Josef Schmithüsen und Sigfrid Schneider.

Quellen: Berichte zur deutschen Landeskunde, Band 64, Verlag Anton Hain, 1990, Autorenangabe, gefunden bei Google Bücher; Website des BBR; Wikipedia: BBR; Website des BBSR, alle aufgesucht am 08.11.2010; Wikipedia: Emil Meynen, aufgesucht am 14.04.2012

Emil Meynen

Der Geograph, Ethnologe und Geologe Emil Meynen (22.10.1902 - 23.08.1994) war von 1934 bis 1945 Leiter der Geschäftsstelle der Volksdeutschen Forschungsgemeinschaften und half, die Annexion Österreichs 1938 vorzubereiten. Ab 1941 war Meynen Leiter des Amtes für Landeskunde im Reichsamt für Landesaufnahme, und ab 1943 erhielt er Aufträge von der Forschungsstaffel z.b.V. des OKW, für die er unter anderem zur Literatur- und Luftbildauswertung über Osteuropa beitrug und Bevölkerungs- und Rassen-Karten der Sowjetunion erstellte.

1955 wurde Meynen zum Honorarprofessor an der Universität zu Köln ernannt und 1956 Direktor der Bundesanstalt für Landeskunde später Institut für Landeskunde, danach Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumforschung. Ob Meynen in der Zwischenzeit auch den Vorläufern der Bundesanstalt vorstand, ist noch zu prüfen.. 1969 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz.

Quellen: Wikipedia, aufgesucht am 14.04.2012

Laufbahnen und Dienstverhältnisse

In der Wehrmacht und vor allem im Krieg gab es eine Reihe von heute nicht mehr üblichen Laufbahnen und Dienstverhältnissen, die hier erläutert werden sollen. Für Nicht-Fachleute werden auch heutige Begriffe kurz angesprochen

a.D.
(Soldat oder Beamter) außer Dienst Schlicht/Angolia S. 256 f. (dort bezüglich der Wehrmachtbeamten)
a.K.
bis 1941 a.Kr.: (Beamter, Angehöriger des Ingenieur- oder Nautikerkorps) auf Kriegsdauer (Wehrmachtabkürzung) Schlicht/Angolia S. 258 f.
Beamtenstellvertreter
siehe auch Offizierstellvertreter Literatur _____
char.
Zusatz zum Dienstgrad für charakterisierte Offiziere, siehe Charakterisierung
Charakter
siehe Charakterisierung
Charakterisierung
Charakterisierung bedeutete die Berechtigung, Uniform und Titel zu führen, ohne allerdings das entsprechende Gehalt zu beziehen; häufig als Ehrung anlässlich der Zurruhesetzung verliehen Literatur _____
d.B.
des Beurlaubtenstandes: entspricht der Bundeswehr-Bezeichnung "der Reserve", umfasste die Soldaten und Beamten d.R., d.L. und z.V. und die Angehörigen des Ingenieurkorps d.R. Schlicht/Angolia S. 256 f. (Beamte), 267 (Ing.) Die besonderen Bezeichnungen (d.R. usw.) und Abzeichen fielen 1939 weg, einige wurden 1942 wieder vorgeschrieben.
d.G.
auch d.Genst., kennzeichnete bis 1940 oder 1941 folgende Offiziere nach Versetzung in den Generalstab und bei Verwendung in Generalstabsstellungen: Offiziere im OKW, die die Uniform des Generalstabs tragen, sowie Generalstabsoffiziere im RLM (außerhalb des GenstLw), in der Luftkriegsakademie und als Militärattachés; vgl. die Bezeichnung "i.G." (Wehrmachtabkürzung) Schlicht/Angolia S. 174
d.L.
d. Ldw., der Landwehr: entspricht der Bundeswehr-Bezeichnung "der Reserve" (d.R.). 1943 wurden die Landwehroffiziere und -beamten zu den Reserveoffizieren bzw. -beamten überführt. Schlicht/Angolia S. 50 f., 256 f. (Wehrmachtbeamte)
d.R.
d. Res., der Reserve: ehemaliger Soldat, der noch der Wehrpflicht unterliegt und zu Übungen usw. herangezogen werden kann; galt bei der Wehrmacht auch für Beamte und Angehörige des Ingenieurkorps Schlicht/Angolia S. 256 f. (Wehrmachtbeamte), 267 (Ing.)
Disposition
siehe z.D.
(E)
Zusatz zum Dienstgrad beim Ergänzungsoffizier
Ergänzungsbeamte
Sammelbezeichnung der Beamten d.B., z.V. und a.K. 1940 - 04.11.1941. Sie waren keine Beamten im Sinne des Reichsbeamtengesetzes, sondern standen in einem ausschließlich militärischen Dienstverhältnis, unterlagen aber bestimmten Beamtenvorschriften. Schlicht/Angolia S. 242
Ergänzungsoffizier
auch E-Offizier genannt: Mit der Enttarnung der Luftwaffe ab 05.03.1935 wurden aus den zuvor als Landesschutzoffizier bezeichneten Angestellten reguläre Offiziere. Ihre Kennzeichnung erfolgte durch ein "(E)" nach dem Dienstgrad und spezielle Abzeichen. Der Zusatz "(E)" entfiel 1938. Schlicht/Angolia S. 48 Die E-Offiziere wurden zunächst in getrennten Dienstalterslisten (DAL B) geführt Schlicht/Angolia S. 48, aber ab 15.06.1943 von Fall zu Fall, ab 10.01.1944 insgesamt in die Dienstalterslisten der Truppenoffiziere überführt Absolon S. 7f.
Ergänzungs-Wehrmachtbeamter
Bezeichnung für Ergänzungsbeamte ab 04.11.1941. Schlicht/Angolia S. 242
Fliegerkommandant
ein Führerrang im DLV, entspricht einem Major; siehe auch Fliegerschaft und die Seite "Dienstgrade"
Fliegerschaft
Tarnbezeichnung der Fliegertruppe und der Luftwaffe bis 1935. Die Soldaten des Reichsheeres, die in dieser Zeit in den Befehlsbereich des RLM übertraten, wurden pro forma aus dem aktiven Dienstverhältnis verabschiedet und in die Fliegerschaft aufgenommen, die dem DLV korporativ und mit besonderen Kennzeichen (seit 10.04.1934 mit zwei Schulterlitzen/-klappen statt einer Schlicht/Angolia S. 23) angeschlossen war; in diese Fliegerschaft konnten die Führungsstellen des DLV nicht hineinbefehlen Völker 1968 Dok. 146. Sie führten neben ihrem früheren Dienstgrad mit Zusatz "a.D." einen Führerrang des DLV z.B. DLV-Fliegerkommandant = Major. Völker 1967 S. 20-21 1935 wurde die Uniform der DLV-Fliegerschaft mit geringfügigen Veränderungen (militärische Schulterstücke/-klappen usw.) zur Uniform der Luftwaffe. Völker 1968 Dok. 147
i.G.
auch i.Genst., kennzeichnete bis 1940 oder 1941 folgende Offiziere nach Versetzung in den Generalstab und bei Verwendung in Generalstabsstellungen: Generalstabsoffiziere im Genst.Lw, Generalstabsoffiziere der Truppengeneralstäbe (von der Division an aufwärts), nach 1940/41 auch die unter d.G. aufgeführten (Wehrmachtabkürzung) Schlicht/Angolia S. 174
im Generalstabsdienst (Bundeswehr-Abkürzung)
Ingenieurkorps
Das Ingenieurkorps der Luftwaffe umfasste das Ingenieurpersonal der Wehmachts-Luftwaffe. Es unterlag den Einstellungsvoraussetzungen und den Dienst- und Rechtsverhältnissen der Beamten, besaß jedoch eine eigene Besoldungsordnung, Dienstgrade und Abzeichen Völker 1968 Dok. 140, Schlicht/Angolia S. 264 ff.; in gleicher Weise war das Nautikerkorps gestaltet Schlicht/Angolia S. 268 f.
Die korrekte Schreibweise ist wichtig, um Verwechslungen zu vermeiden: Ein Oberstingenieur ist Angehöriger des Ingenieurkorps der Luftwaffe - ein Oberst (Ing.) ist ein Ingenieuroffizier des Heeres.
(L)
Zusatz zum Dienstgrad beim Landesschutzoffizier
Landesschutzoffizier
kurz L-Offz oder L.Offz., Bezeichnung im Schriftverkehr für verabschiedete Offiziere der Kaiserzeit oder der Reichswehr, die als Angestellte – intern aber als Offiziere geltend – Dienst in der Reichswehr taten, um dem Mangel an Offizieren beim Ausbau der Reichswehr zur Wehrmacht abzuhelfen. Am 01.10.1933 wurde offiziell das Landesschutz-Offizierkorps der Wehrmacht geschaffen. Völker 1967 S. 20 Sie führten ein (L) nach dem Dienstgrad. Abm 05.03.1935 wurden sie "enttarnt" und als Ergänzungsoffizier bezeichnet. Völker 1968, Einleitung zu Dok. 136, Schlicht/Angolia S. 48
Offizierstellvertreter
siehe auch Beamtenstellvertreter Literatur ???
Sonderführer
(Abk.: Sdf) ab Oktober 1942 eingeführter allgemeiner Offiziersrang ohne konkreten Dienstgrad für Soldaten mit besonderen zivilen Fachkenntnissen oder einer führenden Stellung außerhalb der Wehrmacht. Häusler S. 73 f.
Verfügung
siehe z.V.
z.D.
a) zur Disposition gestellt? - Abkürzung der Kaiserzeit? - gleichbedeutend mit "z.V."? Literatur ???
b) zur Dienstleistung: Bezeichnung und Zusatz zum Dienstgrad für Offiziere und Beamte z.V., die erneut zum Wehrdienst einberufen wurden. Schlicht/Angolia S. 51
z.V.
zur Verfügung: Offiziere und Beamte im Offizierrang d.B. oder a.D., für die im Mobilmachungsfall eine entsprechende Verwendung vorgesehen war Schlicht/Angolia S. 51, 256 f. (Beamte)

Dienstgrade, Uniformen und Abzeichen

der Soldaten und Beamten im geowissenschaftlichen Bereich der Luftwaffe werden in eigenen Ausarbeitungen behandelt.